DIE LINKE. Berlin
06/03/20 Am 8. März ist Frauenkampftag: Feiern * Streiken * Weiterkämpfen

Im Kapitalismus sind Arbeit und Reichtum ungleich verteilt. Erwerbslosigkeit, Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit, Minilöhne und Altersarmut sind nur einige Symptome dieses Gesellschaftssystems, in dem besonders Frauen* benachteiligt sind. Sie leisten den Großteil der schlecht oder gar nicht bezahlten Erziehungs-, Pflege- und Sorgearbeit zu Hause und in der Gesellschaft.
Sexismus ist ein alltägliches Phänomen und macht sich bemerkbar in Vorurteilen, Beleidigungen, ungleichen Machtverhältnissen und sexualisierte Gewalt. Menschen, die Kategorien wie Mann und Frau herausfordern, sowie Trans*- und Inter-Menschen, werden als „unnormal“ diskriminiert und gewalttätig angegriffen.

Dafür gehen wir gemeinsam auf die Straße und erinnern uns gegenseitig daran, wie viel Kraft wir haben und wie viel wir erreichen können, wenn wir gemeinsam aktiv werden. Gemeinsam kämpfen wir gegen jede Diskriminierung, gegen eine profitorientierte Gesellschaft, gegen patriarchale Strukturen und für uneingeschränkte Gleichberechtigung.

Weitere gute Gründe, warum man am Sonntag zur Demo gehen sollte, hat unsere Landesvorsitzende Katina Schubert für euch.

Sonntag | 14:00 Uhr | Leopoldplatz (U9 & U6. Keine lange Auftaktkundgebung!)

Link zum FB-Event | LINKE-Frauen*block auf der Demo

Anlässlich des Frauenkampftags verleiht DIE LINKE heute Abend zum zehnten Mal den Clara-Zetkin-Preis an ein Projekt oder eine Initiative, das oder die die Lebensbedingungen von Frauen verbessert, die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft befördert oder anderen Frauen auf ihrem Lebensweg ein Vorbild, eine Anregung geworden ist.

Wann: Heute, 06. März, 18:00 Uhr. Wo: Südblock, Admiralstraße 1-2, 10999 Berlin.

Welche Schwierigkeiten haben Frauen in der LINKEN und wie können wir mehr Frauen für die Mitarbeit in der LINKEN gewinnen? Dazu wird es am 10. März eine Veranstaltung geben, in der wir uns selbstkritisch mit Sexismus in der eigenen Partei auseinandersetzen wollen: Kneipenabend: Frauen* in der LINKEN – Frauen* in DIE LINKE .

Wann: 10. März, 19:30 Uhr. Wo: Erich-Weinert-Straße 6, 10439 Berlin

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Grenzen öffnen: Berlin will helfen!
  2. Mieten deckeln, Runde 1
  3. Homa & Tajala Zaher - Wir trauern
  4. Clubsterben stoppen
  5. Demo: Fukushima ist noch lange keine Geschichte!
  6. Kundgebung: Stop Defender 2020
  7. Solidarität mit Katina!
 

Grenzen öffnen: Berlin will helfen!

 

Die Nachrichten von der deutsch-türkischen Grenze sind katastrophal. Tausende Menschen werden zum Spielball kriegspolitischer Interessen. Die Bundesregierung schafft es nicht einmal 5.000 unbegleitete Kinder aufzunehmen, weil man keinen "Alleingang" innerhalb der EU möchte. Also bleibt man untätig, während zugleich Griechenland bei der Sicherung der Grenzen geholfen wird. Das Menschenrecht auf Asyl wird verweigert und die Geflüchteten leiden Hunger, Kälte, schlimmste Lebensbedingungen und Tod. Das können wir nicht zulassen!

Berlin hat sich mit mehr als 130 Städten und Kommunen dazu bereit erklärt, sofort Flüchtlinge aufzunehmen, um die humanitäre Katastrophe zu beenden. Doch es scheitert am Unwillen von Seehofer und der großen Koalition. Unsere Sozialsenatorin Elke Breitenbach hat sich dazu in der taz geäußert:

"Wir wollen ihnen helfen und Verantwortung übernehmen. Diejenigen, die darüber entscheiden können, sagen jedoch Nein. Deswegen müssen wir weiter Druck machen und unsere Angebot für Geflüchtete aufrechterhalten. Dabei ist klar, dass wir unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zuerst helfen müssen. Dort sind teilweise noch sehr kleine Kinder. Aber letztlich muss eine Lösung für alle Menschen dort gefunden werden."

Seebrücke Berlin organisiert eine Demo für die Grenzöffnung:

Europe, don’t kill! Open the borders! – Wir haben Platz

Samstag, 07.03.2020, 14:00 Uhr
Auftaktkundgebung ab 14 Uhr vor dem Innenministerium (Alt-Moabit 140, Nähe Hauptbahnhof)
Abschlusskundgebung ab 17:00 Uhr Wilhelmstraße Ecke Hallesches Ufer (Nähe U-Bhf Hallesches Tor)

Klickt auf Weiterlesen für den Seebrücken-Aufruf.

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Mieten deckeln, Runde 1

 

Seit letzter Woche ist der Mietendeckel in Kraft und er zeigt schon erste Wirkung: In Tempelhof-Schöneberg wurde die erste Mieterhöhung vom Gericht mit Verweis auf den Mietendeckel abgelehnt und auch bei Vonovia deutet sich eine Mietreduktion für Tausende von Mieter*innen an.

Wie es jetzt weitergeht, kann auf diversen Veranstaltungen der LINKEN diskutiert werden.

 
 

Homa & Tajala Zaher - Wir trauern

 

Am morgigen Sonnabend findet ein Trauerzug in Gedenken an die vor einer Woche ermordete Homa Zaher und ihre neunjährige Tochter Tajala statt. Die konkreten Hintergründe der Tat sind noch unklar. DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf hat ihre Mitglieder aufgerufen, sich möglichst zahlreich daran zu beteiligen.

Wann: Samstag, 07. März, 14:00 Uhr. Wo: Marzahnerpromenade 45, 12679 Berlin.

 
 

Clubsterben stoppen

 

Jonny Knüppel und Rosis sind tot. Griessmühle, KitKat und Sage Club sind die nächsten auf der Liste der bedrohten Clubs in Berlin. Das Clubsterben ist Teil des Ausverkaufs der Städte.
Immer mehr Musikclubs in der ganzen Bundesrepublik müssen aufgrund steigender Miet- oder Pachtgebühren, der Kündigung von Verträgen, des Verkaufs der Grundstücke schließen. Kunst und Kultur werden verdrängt. Clubs müssen als Kultur anerkannt werden! Was können wir dafür tun? Jenseits der Rettung einzelner Clubs sind die ersten Schritte ein besserer Gewerbeschutz und eine Besserstellung im Baurecht.


Über Bass und die Baunutzungsverordnung, über Freiräume und Verdrängung, über Rave und Repression wollen wir diskutieren.

Thore Debor, LiveMusikKommission e.V., Clubkombinat Hamburg e.V. | Sascha Disselkamp, Sage Club/KitKat | Michaela Krüger, Griessmühle | Caren Lay, MdB, Stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag | Pamela Schobeß, Clubcommission Berlin, GRETCHEN | Jakob Turtur, Jonny Knüppel

Moderation: Simone Barrientos, MdB, Sprecherin für Kulturpolitik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag | DJ-Set: Isabeau Fort

Wann: 11. März, 19:00 Uhr. Wo: Gretchen, Obentrautstraße 19-21, 10963 Berlin

Zum FB-Event weiterlesen klicken:

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Demo: Fukushima ist noch lange keine Geschichte!

 

Am 11. März 2020 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum 9. Mal.

Im Sommer 2020 werden die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden, einige Wettkämpfe sogar in Fukushima, obwohl die Lage dort alles andere als „unter Kontrolle“ ist: Die havarierten Reaktoren geben noch heute radioaktive Materialien in die Atmosphäre ab, täglich hoch verseuchtes Wasser, mehrere hunderttausend Menschen wurden ihrer Heimat und ihrer Lebensgrundlage beraubt, viele leiden unter den Folgen. Die japanische Regierung will die Olympischen Spiele als willkommene Gelegenheit missbrauchen, um der Welt zu zeigen, dass der Atomunfall Geschichte ist. Sie wollen den Super-GAU, seine Auswirkungen und Folgen verharmlosen und Normalität vorspielen. Anstatt den Opfern zu helfen und sie zu unterstützen, zwingt die japanische Regierung sogar die Geflüchteten ins verseuchte Gebiet zurückzukehren: sie hat den Strahlengrenzwert einfach um das 20-fache erhöht. Wir sagen entschieden Nein zu dieser Politik!

Wann: Samstag, 7. März, 12:00 Uhr. Wo: Brandenburger Tor, Berlin

 
 

Kundgebung: Stop Defender 2020

 

Gemeinsam mit der U.S. Army hat das Landeskommando der Bundeswehr zu einer "Informationsveranstaltung" für die Bevölkerung in den Potsdamer Nikolaisaal eingeladen. Lasst uns ihnen zeigen, was die Bevölkerung von solchen gefährlichen Kriegsspielen hält. DIE LINKE.Brandenburg stellt sich diesem Manöver entgegen und ruft alle friedliebenden Berliner*innen und Brandenburger*innen auf, sich unserem Protest anzuschließen. Kommt alle am kommenden Dienstag, den 10. März 2020 um 17:00 Uhr nach Potsdam, in den Nikolaisaal Potsdam! 

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Solidarität mit Katina!

 

Weil sie sich für Geflüchtete und rassistisch Diskriminierte einsetzt, hat unsere Landesvorsitzende Katina Schubert erneut eine Morddrohung erhalten. Diese stammt vom selben Absender, der auch Morddrohungen an die LINKEN Politikerin Christiane Schneider und der Grüne Europaparlamentarier Erik Marquardt versandt hat. Weil wir uns für Menschenrechte und Solidarität einsetzen, wird uns Gewalt angedroht. Wir lassen uns davon jedoch nicht einschüchtern und werden weiter eine Politik für alle Menschen machen.

Katina, wir stehen solidarisch an deiner Seite!

Über die Morddrohungen hatte zunäscht die taz berichtet:

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