DIE LINKE. Berlin
11/09/20 Aufnahme jetzt!

Nach mehreren Bränden im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind nun mehr als 13.000 Menschen komplett obdach- und mittellos geworden. Zuvor hatte sich auch Covid-19 im Lager ausgebreitet. Die Polizei riegelt die Umgebung ab – doch wohin sollen diese Menschen gehen? Zehntausende Menschen übernachten auf der Straße oder sogar auf Friedhöfen, weil sie keine anderen Möglichkeiten mehr haben. Unterdessen bleiben die EU und die deutsche Bundesregierung, die auch noch die EU Ratspräsidentschaft innehat, unttätig.

Horst Seehofer pocht auf eine europäische Lösung und verbietet über sein Innenministerium bis zu diesem völlig unbestimmten Zeitpunkt eine Lösung durch diejenigen Städte und Länder, die aufnahmebereit sind. Integrations- und Sozialsenatorin Elke Breitenbach äußerte sich dazu im Tagesspiegel: »Jetzt muss einfach Schluss sein! Die Situation in Moria ist nicht mehr nur prekär, sie ist lebensbedrohlich. Wir müssen diese Menschen retten, das gebietet eine humane Flüchtlingspolitik«.

Frankreich und Deutschland liefern mit der Aufnahme von 400 Minderjährigen nur den Schein von Handeln. Doch das Land Berlin ist weiterhin aufnahmebereit. Wir fordern von Horst Seehofer, seine Blockadehaltung endlich aufzugeben! Gleichzeitig prüft das Land eingehend, wie eine Aufnahme trotz dieser Blockadehaltung möglich ist.

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Aktionen
  2. Veranstaltungen
 
 

Aktionen

 

Es reicht für uns alle

Demo gegen Kinderarmut

 

Jedes 5. Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Corona verschärft die Ungleichheiten massiv. Wir sagen denen, die die Krise auf den Rücken der Ärmsten austragen wollen, den Kampf an. In einem so reichen Land wie Deutschland sollte niemand in Armut leben müssen! Kommt mit zur Demonstration gegen Kinderarmut!

DIE LINKE. Berlin unterstützt die Demonstration und schließt sich den Forderungen an:

  • Die Einführung einer Kindergrundsicherung 
  • Die Anhebung des Mindestlohns
  • Ein Ende von Hartz4 Sanktionen und die Anhebung des Regelsatzes
  • Die Anerkennung von Fürsorgearbeit als Arbeit
  • Die Abschaffung des Ehegattensplittings und gerechte Förderung von Familien
  • Bekämpfung von Kinderarmut zur Priorität machen

Mehr Infos findet ihr auf http://www.esreichtfuerunsalle.de.

Wann? 19. September, 14 Uhr. Wo? Neptunbrunnen

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Veranstaltungen

 

Gemeinwirtschaft statt Marktradikalismus

Wie eine andere Welt nach Corona aussehen könnte

 

Das neue Normal ist der alte Trott. Dabei schien es eine Zeitlang, als ob mit Corona alles anders würde. Als ob nicht mehr die Banken, sondern die Krankenpflegerinnen und Supermarktkassierer systemrelevant sind. Doch mit der Lufthansa-Rettung kam die Ernüchterung: Eine Fluggesellschaft mit miesester Klimabilanz bekommt neun Milliarden für die Vernichtung von 22.000 Arbeitsplätzen, während die Bahn am Personal sparen soll. Ein Rettungspaket für den Öffentlichen Nahverkehr ist ebensowenig in Sicht wie eine solidarische Krankenhausfinanzierung. Stattdessen schleichen sich Austerität und Sparwahn wieder an: noch bevor das Geld ausgegeben ist, wird allerorten vor Verschuldung gewarnt. Doch das Sparen nutzt nicht „kommenden Generationen“, sondern ist pure Ideologie. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie in kürzester Zeit astronomische Summen mobilisierbar sind. Dieses Geld fließt jedoch nicht in den Umbau der Wirtschaft, sondern stabilisiert den Finanzmarktkapitalismus. Es verewigt Ungleichheit, Angst und eine Globalisierung, die dem Einzelnen als Bedrohung entgegentritt. Dabei gibt es eine Alternative:

Vergesellschaftung und Gemeinwirtschaft

Als soziale Bewegungen und Verbände wollen wir eine Krisenlösung diskutieren, die mit dem Marktradikalismus bricht und Wirtschaft als Daseinsvorsorge und Deckung von Bedürfnissen denkt. „Vergesellschaftung“ und „Gemeinwirtschaft“ sind Konzepte für ein Wirtschaften ohne Profit an Aktionäre und Shareholder, am Gemeinwohl orientiert, in Gemeineigentum oder öffentlichem Besitz, demokratisch kontrolliert von Bürger*innen . Nicht zuletzt Corona hat gezeigt: Nur der Ausbau solcher Wirtschaftskreisläufe kann Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit voranbringen, da mit dem Wegfall des Profitzwangs auch der Zwang zum ewigen Wachstum entfällt. Gemeinwirtschaftliche Strukturen haben die Chance, zum Träger eines „Green New Deal“ zu werden und Nachhaltigkeit sozial zu definieren.

Podiumsdiskussion der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen mit:

Am Abend zeigt um 19:30 das Freiluftkino Hasenheide den Film »Der letzte Mieter« und bei der anschließenden Diskussion mit dem Regisseur sind wir auch wieder dabei!

Wann? 19. September, Einlass 15:30, Beginn 16:00 Uhr (pünktlich!) Wo? Freiluftkino Hasenheide und im Livestream

Anmeldung und Informationen für Livestream auf der Seite der Initiative:

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Ins KZ durch „Arbeitsscheue“

Stolpersteinverlegung vorm RigoRosa

 

Felix Loewy, ein jüdischer Tapezierer aus dem heutigen Gdańsk, war bereits krank als sie ihn holten. Als am 14. Juni 1938 der NS-Staat die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ (ASR) startete, war für Tausende nichts mehr wie zuvor. Loewy wurde verhaftet, ins KZ Buchenwald deportiert und starb dort 1940 im Krankenbau.

ASR-Häftlinge galten als „asozial“ und wurden im System der Konzentrationslager erst mit dem braunen, später mit dem schwarzen Winkel gebrandmarkt. Unser heutiger Begriff von „Asozialität“ wurde maßgeblich von den Nazis geprägt. Verhaftet wurde, wem vorgeworfen wurde sich nicht in die Gemeinschaft einzufügen; seinen Beitrag zu leisten: z.B. Männer, die zwei Mal ein Jobangebot ausschlugen oder ihre Arbeit nach kurzer Zeit aufgaben. Die Polizei arbeitete für die Verhaftungen daher mit dem Arbeitsamt zusammen.

In dem Haus, in dem Felix Loewy zuletzt lebte, befindet sich heute das Wahlkreisbüro RigoRosa der Neuköllner Abgeordneten Anne Helm und Niklas Schrader. Nach 3 Jahren Recherche und der Sichtung zahlreicher Dokumente kann vor dem letzten Wohnort Felix Loewys nun ein Stolperstein verlegt werden, der nicht nur ein angemessenes Gedenken ermöglichen, sondern auch ein Vergessen verhindern soll, denn auch Felix Loewy darf nicht vergessen werden. Die Verlegung seines Gedenksteins findet am 18. September um 17 Uhr in der Schierker Straße 26 statt. Währenddessen wird es eine kulturelle Begleitung geben mit einem Input über »Deutsche Arbeit im Nationalsozialismus«, der Verknüpfung von Arbeitsmoral, Nation und Volksgemeinschaft, sowie einer Eröffnung einer kleinen Fotoausstellung über Felix Loewy geben.

Wann? 18 September, 17:15 Uhr. Wo? Schierker Str. 26 12051 Berlin

 

»Frühlingskinder« und andere Schutzbedürftige

Vorführung des Kurzfilms »Frühlingskinder« von Zara Demet Altan und anschließende Podiumsdiskussion

 

Der Kurzfilm »Frühlingskinder« handelt von sechs Geschwistern, die ihr durch den Krieg zerbombtes Zuhause in Syrien verlassen. Auf dem Weg nach Deutschland werden die Kinder getrennt und kommen auf verschiedenen Wegen nach Berlin. Die fiktive Geschichte hat die Lehrerin an einer Berliner Brennpunktschule ehrenamtlich mit ihren Schüler*innen der 4. Klasse in den Hauptrollen verwirklicht.

Auf dem anschließenden Podium wird über Seenotrettung und andere Aspekte der Flucht diskutiert. Die Regisseurin ist im Gespräch mit Katina Schubert, arbeitsmarkt- und flüchtlingspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und Landesvorsitzende DIE LINKE Berlin, den Direktorinnen der beiden gastgebenden Verbände, Barbara Eschen (DWBO) und Prof. Dr. Ulrike Kostka (Caritas), der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg Dr. Doris Lemmermeier sowie Till Rummenhohl, Vorstand von SOS Mediterranée Deutschland e.V. Die Regisseurin und der Aktivist geben Impulse in Richtung der Politik, Verbände und Verwaltung, was WIR tun können, um Leben zu retten. Ingrid Lühr moderiert das Gespräch.

Wann? 18. September, 20.00 – 21.30 Uhr, Einlass 19.30. Uhr Wo? Hofkino (bei gutem Wetter) bzw. Saal, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin Friedrichshain 

Veranstalter: Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. und Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V

 

3. Generation Ost

Wochenendseminar am Werbellinsee

 

Wer sich als junger Mensch in der LINKEN im Osten engagieren möchte, hat es nicht immer leicht. Die Wahlergebnisse werden schlechter, die Mitgliederzahlen schrumpfen. Während im Westen die Partei im Aufbau ist, besteht die Gefahr, DIE LINKE im Osten als Partei im Abbau zu begreifen. Doch mit diesem Blick sind die Chancen versperrt, die die vielen erfahrenen Genoss*innen und die soliden Strukturen bieten.

Wie lässt sich eine neue Kultur der Ehrenamtlichkeit und des Aktivismus in den Ost-Bundesländern stärken? Können Organizing, Haustürgespräche und Kampagnen ein Weg zur Gewinnung von Neumitgliedern sein? Gibt es sowas wie eine »dritte Generation Ostdeutschland« und wenn ja, was macht sie aus? Haben wir spezielle Themen, die uns bewegen? Was für eine Parteikultur wünschen wir uns? Was können wir voneinander lernen?

Für Junge und jung gebliebene Genoss*innen in den neuen Bundesländern. Übernachtung und Verpflegung übernimmt die Bundesgeschäftsstelle der LINKEN, anfallende Fahrtkosten bitten wir Euch ggf. über Eure Kreisverbände abzurechnen. Wenn es dabei Probleme gibt, könnt Ihr Euch bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden.

Am 29. September (Dienstag) 18-21 Uhr findet ein Online-Seminar zur Vorbereitung statt, das aber auch unabhängig vom Wochenendseminar besucht werden kann (Anmeldung für dieses Seminar: torsten.hesse@dielinke.berlin).

Bitte meldet euch verbindlich an oder schreibt eine Mail an polbil@die-linke.de. Anmeldeschluss ist der 28. September 2020. Wenn es mehr Bewerbungen als Plätze gibt, wird gemäß Regional- und Geschlechterproporz eine Auswahl erfolgen.

Wann? 9.-11.10. 2020 (Freitag 19 Uhr bis Sonntag 14 Uhr) Wo? EJB Werbellinsee, Joachimsthaler Str. 20, 16247 Joachimsthal, Brandenburg (Bahnhof Eberswalde)

 

Alternativer Genossenschaftstag 2020

 

Demokratie in Genossenschaften und die Rolle der Genossenschaften für eine soziale Wohnungspolitik sind Schwerpunktthemen des »Alternativen Genossenschaftstags« am 25. und 26. September. Bei der Auftaktveranstaltung am 25. September diskutieren Bea Fünfrocken (Xenion), Werner Landwehr (DIESE eG) und der Stadtforscher Andrej Holm über »Die Rolle der Wohnungsgenossenschaften auf dem Weg zu einer sozialen Wohnungspolitik«. In Workshops am 26. September werden Themen wie die Überwindung undemokratischer Strukturen in Wohnungsgenossenschaften oder die Zusammenarbeit zwischen Mieter*innenbewegung und Genossenschaften behandelt. Ziel des Alternativen Genossenschaftstages ist es, die Werte der ursprünglichen Genossenschaftsbewegung - Selbstverwaltung und Solidarität - wieder zur Richtschnur der Wohnungsgenossenschaften zu machen und stärker in die Öffentlichkeit zu bringen.

Veranstaltet wird der Alternative Genossenschaftstag von der Initiative Die Genossenschafter*innen. Die Gruppe gründete sich im Jahr 2019 aus Protest gegen die Politik der Genossenschaftsvorstände und der Dachverbände wie dem BBU, die mit viel Geld und fragwürdigen Argumentationen versuchten, den Mietendeckel zu verhindern.

Die Auftaktveranstaltung am 25. September wird als Online-Veranstaltung stattfinden, die Workshops sind als Präsenzveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl geplant (Anmeldung erforderlich). Weitere Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten sind ab sofort auf der Webseite www.genossenschafter-innen.de zu finden.

Bei Rückfragen bitte E-mail an info@genossenschafter-innen.de.

Wann? 25. September, 19 Uhr und 26. September ab 12 Uhr. Wo? Livestream; wird noch bekannt gegeben.

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