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Hamze Bytyçi

Geboren 1982 in Prizren, Kosovo, Sozialarbeiter, Theater- und Medienpädagoge

Seit 2014 Mitglied der LINKEN

Seit 2016 Mitglied des Landesvorstands der LINKE.Berlin

Prägender Einfluss auf die bundesweite Bürgerrechtsbewegung der Roma mit der Gründung von „Amaro Drom“ im Jahr 2006, Initiator und Mitbegründer des internationalen Roma-Jugend-Netzwerks TernYpe, der alljährlichen Bundesjugendtreffen der Roma* und Sinti*, der alljährlichen Gedenkveranstaltungen in Auschwitz und Berlin am 2. August, der alljährlichen Feier des Internationalen Tags der Roma* in Berlin am 8. April und des Herdelezi-Festes am 6. Mai.

Seit 2012 Gründer und Vorstandsvorsitzender von RomaTrial e.V.

Gründungsmitglied von mehreren linken, antirasssistischen Bündnissen: ABA, unteilbar, LINKS*KANAX

Mitglied bei der VVN-BdA und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Liebe Genoss*innen,

hiermit bewerbe ich mich erneut für den Vorstand unseres Landesverbandes der LINKEN Berlin.

Ich engagiere mich in unserer Partei, weil sie für nichts weniger kämpft, als eine gerechte Gesellschaft mit gleicher Teilhabe und gleichen Chancen für alle Menschen.

Und gerade damit stehen wir aktuell vor großen Herausforderungen: Wir müssen mit ansehen, wie Menschenverachtung, Verschwörungsideologien und Antisemitismus wieder selbstbewusst Hand in Hand auf die Straße gehen; wie Rassismus und Rechtsradikalismus Menschenleben bedrohen und vernichten. „Nie wieder“ darf nicht zum Lippenbekenntnis verkommen. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir intersektional denken und handeln müssen: Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus, Ageismus und viele andere Formen der Diskriminierung sind voneinander abhängig, verstärken sich gegenseitig – und sind nur zusammen zu bekämpfen!

Dafür ist es unabdingbar, dass sich die Diversität unserer Gesellschaft auch in unserer Partei wiederspiegelt. Etwa 35% der Berliner*innen haben eine Migrationsgeschichte, doch deren Stimmen werden immer noch marginalisiert. Bei meinem Engagement für eine migrantische und antirassistische LINKE.Berlin geht es mir nicht um Symbolpolitik, sondern darum, einen Raum für dringend notwendige Perspektiven und Erfahrungen zu schaffen, ohne die eine selbstbestimmte, wirksame Politik für Alle nicht möglich ist.

Als Rom, der vor 30 Jahren mit seiner Familie vor den Jugoslawienkriegen nach Deutschland geflohen ist, bin ich stolz, dass wir als LINKE. Berlin in den letzten Jahren auch schon viel in diese Richtung bewegt haben. Und dass ich als Mitglied des Landesvorstandes zusammen mit vielen Genoss*innen dazu beitragen konnte!

Ein großer Erfolg für unsere Partei ist der Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Partizipation in der Migrationsgesellschaft, das einen neuen Beirat für Angelegenheiten der Berliner Sinti und Roma einführt und eine Stärkung für Menschen mit Migrationsgeschichte als Beschäftigte des Landes Berlins vorsieht. Die Bedeutung dieser Neuerungen ist nicht zu unterschätzen. Berlin hat damit dank unserer Partei bundesweit eine Vorreiterrolle inne – und darauf können wir alle stolz sein!

Und ich will mich dafür einsetzen, dass dies nur der erste Schritt ist! Weitere müssen folgen:

Berlin muss vorangehen und  als sicherer Hafen geflüchtete Menschen aufnehmen und die humanitäre Katastrophe in Griechenland, Bosnien und anderen Ländern zu beenden. Seehofer wegen seiner Weigerung zu verklagen ist der richtige Weg, aber es braucht schneller Lösungen!

Berlin muss sich gerade, aber auch nicht nur in der Corona-Krise viel stärker für Kinder und Jugendliche aus prekären Verhältnissen, aus , migrantischen und von Rassismus betroffenen Familien einsetzen.

Berlin muss dafür sorgen, dass sämtliche rechtsradikalen Strukturen in den Berliner Sicherheitsbehörden zerschlagen werden und dass die Polizei alle Menschen schützt – anstatt ein Sicherheitsrisiko darzustellen, wie im Fall des Neukölln-Komplexes.

Dies sind nur einige Themen, die dringend unsere Aufmerksamkeit benötigen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich  als Mitglied des Landesvorstandes auch künftig mit dazu beitragen könnte, dass Berlin seine Vorbildrolle für die ganze Bundesrepublik weiter ausbaut.