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Ulas Tekin

  • 39 Jahre, geb. in Duisburg/NRW, seit 2001 in Berlin
  • verheiratet, Vater von zwei Kindern
  • Dipl. Kaufmann (FH), selbständig im Einzelhandel
  • Parteimitglied seit 2014, Mitglied des Bezirksvorstandes in Berlin-Mitte 2014 – 2017, Bürgerdeputierter im Integrationsauschuss Berlin-Mitte 2015 - 2016

 

Liebe Genoss:innen,

die Antriebsfeder meines politischen Handelns ist und bleibt die soziale Gerechtigkeit. Die aktuellen gesellschaftlichen Zustände fordern uns als Partei heraus, vor Ort linke Antworten zu geben. Wir haben als Linke in Berlin schon gezeigt, was wir mit einer klaren Strategie und einer guten Kampagne erreichen können. Wir wussten, dass uns im Kampf um bezahlbaren Wohnraum ein anstrengender Kampf bevorsteht, wobei die Auswirkungen des Mietendeckels auf die bevorstehenden Wahlen für unsere Partei aktuell nicht vorhersehbar sind; vor allem dann, sollte dieser vor dem Bundesverfassungsgericht nicht Stand halten. Umso mehr hat es mich beeindruckt, wie die Partei in dieser Frage Standhaftigkeit in linker Klassenpolitik bewiesen hat.

Aber auch wenn dies zunächst einmal gut klingt, im Detail finden sich die Fallstricke. In einer politisch sachlichen Diskussion, in der auf das Austragen von persönlichen Differenzen verzichtet wird, müssen wir darauf Acht geben, dass die für uns und unsere Stammwähler:innenschaft zentralen Themen nicht nach hinten herunterfallen. Berlin ist weiterhin Hauptstadt der sozialen Ungerechtigkeiten: Ob Obdachlosigkeit, Kinderarmut, Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung oder Bildungschancengleichheit, im bundesweiten Vergleich belegt unsere Stadt konstant untere Plätze und wir müssen davon ausgehen, dass die Corona-Pandemie diese Missstände noch empfindlich verstärken wird. Dabei überrascht es nicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund am stärksten davon betroffen sind. Rassistische Diskriminierungen sind immanente Elemente sozialer Ungerechtigkeit.

Als Kind einer kurdisch-alevitischen Gastarbeiterfamilie war und bin ich noch immer mit den Herausforderungen konfrontiert, die sich tagtäglich unserer Einwanderungsgesellschaft stellen. Jüngste rassistische und antidemokratische Anträge von AfD und CDU im Berliner Abgeordnetenhaus zeigen auf, welch politischer Konflikt uns auch in den nächsten fünf Jahren erwarten wird. Insofern bleiben der Kampf gegen Rassismus sowie das Streben nach Chancengleichheit und demokratischer Mitbestimmung von Migrant:innen in allen gesellschaftlichen Entscheidungen zentrale Bausteine linker Politik, die sowohl personell als auch hoffentlich strukturell in der Vorstandsarbeit verankert sein sollten. Denn was wir, als Partei, von der Gesellschaft richtigerweise einfordern, müssen wir auch für uns selbst, als Partei, zum Maßstab nehmen. Hierfür hat der Landesvorstand vor einiger Zeit die Planung und Durchführung eines Mentoring für Genoss:innen mit Migrationshintergrund in der Partei beschlossen, was ich ausdrücklich begrüße. Als Mitverfasser des Projekts möchte ich mich nun dafür einsetzen, dass das Programm keiner Symbolik unterliegt, sondern auch zeitnah in die Praxis umgesetzt wird.

Daher bitte ich Euch um Euer Vertrauen und Eure Stimme für meine Kandidatur!