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Erinnerung und eigenes Handeln verbinden

Zum heutigen Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erklärt der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS Berlin, Dr. Klaus Lederer

Zum heutigen Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erklärt der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS Berlin, Dr. Klaus Lederer:

Am heutigen 9. November jährt sich die Reichspogromnacht zum 68. Mal. Dieses Ereignis war ein für jede und jeden sichtbares Fanal und auf dem Weg zur Vernichtung der Juden in Europa. Angesichts zunehmender rechtsextremistischer Gewalt und NPD-Wahlerfolgen rufen wir alle Demokraten auf, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und gemeinsam den politischen und gesellschaftlichen Kampf gegen die neuen Nazis zu führen.

In der Reichspogromnacht 1938 brannten in Berlin und vielen anderen Städten Deutschlands Synagogen, wurden Menschen überfallen, inhaftiert und ermordet.
Das Datum steht für den Übergang von der bereits zuvor staatlich sanktionierten Diskriminierung  zur offenen Gewalt gegenüber Jüdinnen und Juden. Es war der Auftakt für die systematisch geplante Ermordung von Millionen europäischer Juden. Dieses einzigartige Verbrechen ist untrennbar mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Aus ihm begründet sich eine besondere gemeinsame Verantwortung.

Der heutige Jahrestag ist daher nicht nur ein Tag des Gedenkens an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Die Erinnerung muss sich mit aktiven Protest und Widerstand gegen den heutigen Antisemitismus verbinden. Mitglieder und SympathisantInnen der Berliner Linkspartei.PDS werden daher nicht nur heute an den zahlreichen Gedenkveranstaltungen teilnehmen, sondern sich auch in den kommenden Tagen an den Protestaktionen sowohl gegen den geplanten NPD-Parteitag in Berlin als auch am 18. November in Halbe beteiligen.

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