DIE LINKE. Berlin
08/05/20 Спасибо! Thank you! Merci!

75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus: Gedenken und handeln

Der zweite Weltkrieg forderte 65 Millionen Opfer. Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen begann ein Krieg, der Europa sowie Schauplätze weltweit in Trümmerfelder verwandelte und unbeschreibliches Leid über die Menschen brachte. Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation in Kraft. Mit ihr endete die Shoah, also der Genozid an den europäischen Jüdinnen und Juden sowie der Porajmos, der Genozid an den Sinti und Roma. Ebenso endete die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung sowie die Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden wie Sozialist*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen und widerständigen Geistlichen sowie der Zeugen Jehovas.

Wir danken und ehren alle diejenigen, die Widerstand leisteten, sich auflehnten, nicht verstummten und Verfolgten halfen. Wir gedenken der Menschen, die dafür ihr Leben gaben. Wir ehren die Befreierinnen und Befreier vom Faschismus und die Mutigen, die der Barbarei im Kleinen wie im Großen widerstanden haben.

Den größten Blutzoll für die Befreiung vom Faschismus zahlte die Rote Armee. Wir danken ihr und den alliierten Armeen, die auch Berlin vom Faschismus befreiten. Спасибо, Thank you und Merci!

Der 8. Mai ist für uns Mahnung und Verpflichtung zugleich: Frieden und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit. Es ist unser aller Aufgabe weiter wachsam zu bleiben und uns jeglicher Form von Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus entgegenzustellen. Der Schwur von Buchenwald bleibt aktuell: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.
  2. Gedenken trotz Corona
  3. Stilles Gedenken
  4. Gedenken online
  5. Lesen gegen das Vergessen
  6. Mietendeckel - Und was bringts?
  7. Bluhm und Wolf stellen Fraktionsvorsitz zur Verfügung
  8. 30 Jahre Kommunalpolitik
  9. +++ Stellenausschreibung +++
 

Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.

 

Landesvorsitzende Katina Schubert:

"75 Jahre sind eine lange Zeit und bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die über die Schrecken der Nazi-Diktatur berichten können. Es ist unsere Aufgabe, die Opfer und ihre Geschichten nicht zu vergessen, das Grauen nicht zu vergessen. Wir dürfen uns dabei nicht in Ritualen erschöpfen, sondern müssen für eine aktive, lebendige Erinnerungskultur sorgen. Hieß es früher noch ganz selbstverständlich »Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.« hat sich die politische Stimmungslage geändert. Ganz offen wird in den Parlamenten rechte Hetze verbreitet und mancherorts Geschichtsrevisionismus betrieben. Antifaschismus als Schimpfwort – das dürfen wir nicht zulassen. Rechtsextremistischer Ideologie und Gewalt muss auf allen Ebenen und mit allen Mitteln unseres demokratischen Rechtsstaates entgegengetreten werden." Die vollständige Mitteilung findet ihr hier. 

Hier findet ihr den politischen Beschluss des Landesvorstands zu diesem besonderen Tag. 

 
 

Gedenken trotz Corona

 

Der 75. Jahrestag der Befreiung ist in Berlin ein Feiertag. Aufgrund der Corona-Krise wird das Gedenken in diesem Jahr anders sein, stiller sein. Wir bitten Euch daher:

  • Macht Spaziergänge zu Orten des Erinnerns und haltet dort inne. (Bitte achtet dabei auf die Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln.) Infos findet ihr auf unserer Themenseite: https://dielinke.berlin/befreiung/
  • Lasst uns das Gedenken trotzdem sichtbar machen. Erzählt es weiter, macht Fotos und postet es in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #75JahreBefreiung oder #75Befreiung. In den Sozialen Netzwerken verlinkt bitte den Landesverband, dann verbreiten wir das gern weiter. DIE LINKE Berlin bei InstagramTwitterFacebook.
  • "Den 8. Mai endlich zum Feiertag machen!" Am 7. Mai diskutiert Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler mit Cornelia Kerth (Bundesvorsitzende VVN-BdA) über die Bedeutung des 8. Mai und antifaschistisches Engagement. Link zur Facebook- Veranstaltung. Die Online-Petition zur Einführung des 8. Mai als gesetzlichem Feiertag könnt ihr aber auch jetzt schon unterschreiben. 

Auf unserer Website haben wir für euch ein Flugblatt als Kopiervorlage bereitgestellt, dass ihr verteilen oder in eurer Nachbarschaft an Haustüren kleben könnt: Kopiervorlage A4 als PDF Dort findet ihr auch ein Motiv zum Ausdrucken, dass ihr gern als Botschaft für eure Fotos am 8. Mai nutzen könnt: Motiv A4 als PDF

Gegen das Vergessen. Für Frieden und Demokratie. Für Antifaschismus.

 
 

Stilles Gedenken

 

Hier findet ihr Gedenkorte, an denen DIE LINKE am 8. Mai unter anderem präsent sein wird:

DIE LINKE. Pankow wird an folgenden Orten sein:

10. 30 Uhr Ehrenmal Schönholzer Heide

11. 15 Uhr Mahnmal des polnischen Soldaten

12. Uhr Gedenkstein Ostseeplatz

Außerdem gedenken sie am Sowjetischen Ehrenmal in Buch in der Zeit von 10 bis 20 Uhr. Dort werden Senatorin Elke Breitenbach um 10.30 Uhr und Bezirksbürgermeister Sören Benn um 13.30 Uhr reden.

DIE LINKE. Friedrichshain- Kreuzberg lädt zwischen 11 und 12 Uhr zum Gedenken an der Bersarin-Gedenktafel, Petersburger Straße 86-90 ein – natürlich unter Einhaltung des Abstandsgebots. Um 11.00 Uhr werden Mitglieder des Bezirksvorstandes, der BVV-Fraktion sowie der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler dort Kränze niederlegen.

DIE LINKE. Spandau wird zusammen mit Helin Evrim Sommer und  Franziska Leschewitz (MdA) sowie dem Vorsitzenden der Linksfraktion Spandau, Lars Leschewitz am 8. Mai 2020 um 10 Uhr einen Kranz am Denkmal in Staaken, Ecke Nennhauser Damm/Hauptstraße ablegen. Eine Erklärung des Bezirksvorstands Spandau "Befreiung? Was sonst!" zum 8. Mai findet ihr hier.  Helin Evrim Sommer: "Am 08. Mai 1945 endete der Angriffs- und Vernichtungskrieg, den das faschistische Deutschland begonnen hatte, mit der vollständigen Kapitulation. Dieser Tag ist für uns alle ein Tag des Sieges und der Befreiung. Ich freue mich sehr, dass der 08. Mai in diesem Jahr daher ein Feiertag in Berlin ist. Allerdings sollte er im gesamten Bundesgebiet ein dauerhafter öffentlicher Feiertag sein." Mehr dazu hier. 

DIE LINKE. Reinickendorf beteiligt sich zusammen mit der VVN- BdA- Reinickendorf an der Ehrung gefallener Sowjetsoldaten und von Zwangsarbeiterkindern. 10 Uhr auf dem Russischen Friedhof. 

DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf wird an der Spiegelwand und an der Säule Gefangenen in Lichterfelde den Opfern gedenken. Genaue Infos hier. 

 
 
 

Gedenken online

 

Die LINKSFRAKTION begeht den Feiertag im Internet, den ihr hier ansehen könnt: https://www.linksfraktion.de/termine/detail/75-jahrestag-der-befreiung-vom-faschismus-livestream/

Martha (22) fragt: Dietmar Bartsch, Gesine Lötzsch, Sevim Dagdelen antworten.

Musik: Tino Eisbrenner

am 8. Mai ab 18.00 Uhr im Livestream

Anwesende MdB:

Dietmar Bartsch, Gesine Lötzsch, Sevim Dagdelen

 
 

Lesen gegen das Vergessen

 

Es lesen und singen: Matthias Brenner, Intendant des Neuen Theaters Halle (Saale); Christian Grashof, Schauspieler; Gregor Gysi, MdB; Björn Harras, Schauspieler; Markus Liske, Schriftsteller; Gesine Lötzsch, MdB; Petra Pau, MdB; Manja Präkels, Schriftstellerin und Ingo Schulze, Schriftsteller

Die Videoaufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter linksfraktion.de/lesengegendasvergessen2020.

Wann: 10. Mai um 10 Uhr

 
 
 

Mietendeckel - Und was bringts?

 

Berlin hat den Mietedeckel verabschiedet, aber was soll das nun bringen? Bei ImmoScout steht teilweise in den Anzeigen, dass der Mietendeckel nicht für die beschriebene Wohnung gilt und die Hausverwaltung teilt euch mit, dass der Mietendeckel im Sommer vom Bundesverfassungsgericht rückgängig gemacht wird? Bringt also alles nichts? Falsch!

Zusammen mit Halina Wawzyniak wollen wir klären ab wann welche Regelungen gelten, welche Möglichkeiten ihr habt um eure Miete zu senken, wer euch kostenfrei helfen kann und was ihr euch ab jetzt auf keinen Fall mehr gefallen lassen solltet! Als ehemalige Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwältin wird Halina kurz die juristischen Prozesse erklären und anschließend eure Fragen beantworten. Teilnahme via Zoom:

13. Mai 2020 um 18:30 Uhr   Zoom-Meeting beitreten:  https://zoom.us/j/94473672953   Meeting-ID: 944 7367 2953

 
 

Bluhm und Wolf stellen Fraktionsvorsitz zur Verfügung

 

Die Fraktionsvorsitzenden Carola Bluhm und Udo Wolf haben der Fraktion in ihrer Sitzung am Dienstag mitgeteilt, dass sie ihre Ämter zur Verfügung stellen, um den mit der Abgeordnetenhauswahl 2016 begonnenen Generationswechsel in der Fraktion fortzuführen. Die Wahl des Fraktionsvorsitzes wird voraussichtlich in einer Fraktionssitzung am 2. Juni 2020 stattfinden.

Dazu erklären Carola Bluhm und Udo Wolf:  "Wir beide haben seit 1990 in unterschiedlichen Funktionen politische Verantwortung im Berliner Landesverband der PDS, später dann der Partei DIE LINKE getragen. Seit 2016 sind wir gemeinsam Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus. Schon seit Längerem stand für uns fest, dass es nach so vielen Jahren an der Zeit ist, loszulassen und einen personellen Wechsel an der Spitze der Fraktion zu vollziehen....."

Die komplette Erklärung gibt es hier. 

 
 

30 Jahre Kommunalpolitik

 

Am 6. Mai 1990, also genau heute vor 30 Jahren, fanden die ersten und letzten freien und geheimen Kommunalwahlen in der DDR statt. An diesem Tag wurde auch die Stadtverordnetenversammlung im Ostteil Berlins gewählt. Als Sieger aus dieser Wahl ging die SPD mit 34,1 Prozent hervor, gefolgt von der PDS mit 30,1 Prozent. Die PDS errang viele Mandate in den Stadtbezirksversammlungen und mischte kräftig mit. Vor 30 Jahren war alles im Aufbruch, alles in Bewegung, auch und gerade in der Kommunalpolitik.  

Unser ganz besonderer Dank gilt allen Verordneten, die sich damals in dieser ereignisreichen Zeit eingebracht haben und linke Kommunalpolitik damit maßgeblich mitgeprägt haben. Die linke Politik ganz konkret vor Ort gestaltet und auch mit Gegenwind erstritten haben, und es zum Teil heute noch tun. 

Beispielhaft nennen möchten wir Michael van der Meer aus Pankow und Regina Sommer-Wetter aus Friedrichshain- Kreuzberg. Beide machen seit 30 (!) Jahren linke Bezirkspolitik. 

Die Kommunalpolitik ist das Herzstück der Demokratie: Wir danken euch und allen anderen Verordneten für eure wichtige Arbeit! 

 
 

+++ Stellenausschreibung +++

 

DIE LINKE. Berlin sucht zum 1. Juni 2020


eine politische Mitarbeiterin / einen politischen Mitarbeiter


vorwiegend für den Einsatz im Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf (30 Wochenstunden). Alle Informationen zur Ausschreibung findet ihr hier. 

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 6 des Entgelttarifvertrags für Mitarbeiter/innen der Partei DIE LINKE. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Bewerbungen von Frauen und von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden nach Maßgabe des SGB IX bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.

Aussagekräftige elektronische Bewerbungen sind bitte bis zum 22. Mai 2020 per E-Mail an info@dielinke.berlin (z.Hd. Sebastian Koch, Landesgeschäftsführer) zu richten.

 
 

Impressum

DIE LINKE. Berlin
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Telefon: +49.30.24009289
Fax: +49.30.24009260
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