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100 Jahre Frauenwahlrecht

»Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen.«

Dieser Passus im Aufruf »an das Deutsche Volk« vom Rat der Volksbeauftragten vom 12. November 1918 ist die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland. Das Wahlrecht gehört zu den elementaren demokratischen Grundrechten.

Dazu sagt die Landesvorsitzende von DIE LINKE.Berlin, Katina Schubert:

»Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden. Das ist ein Anlass zur Freude und mein Dank gilt an jenen, die dafür hart gekämpft haben. Der Kampf war von Anfang an auch mit den Forderungen nach gleicher Bezahlung für Männer und Frauen, das Recht auf Bildung und sexuelle Selbstbestimmung und der Umverteilung von Lohn- und Hausarbeit verknüpft. In diesen Bereichen wurde zwar schon viel erreicht, aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Errungenschaften, die mühsam erkämpft wurden, werden wieder infrage gestellt. Rechte Kräfte streben einen gesellschaftlichen Rollback an und missbrauchen den Diskurs über Frauenrechte zunehmend für rassistische Hetze. Wir streiten für gleiche politische und soziale Rechte für alle – unabhängig von der Herkunft. Viele dieser Kämpfe führen wir auch heute noch. Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, werden schlechter bezahlt. Alle im Pflegebereich und Erziehungswesen können ein Lied davon singen. Feminismus und soziale Gerechtigkeit gehören für uns untrennbar zusammen. Nach 25 Jahren soll es 2019 wieder einen Frauenstreik geben. Am Internationalen Frauentag am 8. März soll die immer noch unbezahlte Arbeit von Frauen sichtbar werden. Wir unterstützen den Streik um gleiche Rechte, gleiche Bezahlung, selbstbestimmte Sexualität und Lebensführung.«


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