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Freiheit statt Überwachung

DIE LINKE lehnt eine allgegenwärtige Überwachung durch Kameras ab. Videoüberwachung spielt gezielt mit den Ängsten der Menschen und gaukelt absolute Sicherheit nur vor. Eingreifen können in kritischen Situationen nur Menschen. 

Videoüberwachung schafft keine Sicherheit

  • Kameras verhindern keine Verbrechen: Es ist erwiesen, dass Videokameras Kriminelle nicht abschrecken. Häufig wird lediglich der Ort verlagert – weg aus dem Blickwinkel der Kamera. Vor allem gegen Gewalttaten ist Kameraüberwachung nutzlos. Diese passieren in der Regel spontan und ohne Rücksicht auf etwaige Beobachtung.
  • Kameras ersetzen keine Polizei: Die Kamera kommt im Ernstfall nicht herunter. Konkret einschreiten und helfen oder Hilfe holen, können nur echte Menschen.
  • Kameras verhindern Zivilcourage: Ist eine Kamera vor Ort, verändert sich unsere Wahrnehmung. Wir fühlen uns nicht mehr zuständig, sondern erwarten, dass sich schon jemand um die Probleme anderer kümmern wird.
  • Kameras beeinflussen unser Verhalten: Anonymität wird zum Luxus. Wer sich beobachtet fühlt, hat schnell Angst etwas falsch zu machen.

Vor allem in konservativen Kreisen gilt Videoüberwachung trotzdem als Allheilmittel. Bei den Überwachungsphantasien gibt es keine Grenzen:

Heimlich & überall – das wollen Überwachungsfans

  • Wir sollen an Überwachung gewöhnt werden: Die Berliner CDU will nicht nur Video-, sondern sogar auch Tonüberwachung im öffentlichen Raum. Statt an ausgewählten Orten, will die sie Videoüberwachung überall an Straßen und öffentlichen Plätzen möglich machen.
  • Überwachung soll heimlich stattfinden: Wenn Videoüberwachung im öffentlichen Raum nicht mehr gekennzeichnet ist, wissen wir nie, wann und wo wir beobachtet werden. Jeder soll sich stets und überall beobachtet fühlen.
  • Überwachung soll immer auf dem neuesten Stand der Technik sein: Die „intelligente Videoüberwachung“ mit Gesichtserkennung und der Möglichkeit Verhaltensmuster zu deuten, ist nur noch einen Schritt entfernt. 
  • Videoüberwachung ist ein Geschäft: Private Unternehmen verdienen am Verkauf der Technologie, an der Wartung, am Betrieb und der Reparatur. Geld, das für echte Sicherheitskräfte vor Ort fehlt.

Ja zu Sicherheit
Nein zu mehr Videoüberwachung

  • Wir wollen keine flächendeckende Videoüberwachung. Je mehr Informationen gesammelt und je länger diese gespeichert werden, desto schwieriger wird die Kontrolle dieser Datenflut. Die Gefahr für Missbrauch und fehlerhaften Umgang steigt enorm.
  • Videokameras ändern nichts an den Ursachen von Kriminalität. Sie können nur die Symptome beobachten. 
  • Wir brauchen gute menschliche Polizeiarbeit und dafür eine gut ausgebildete, demokratisch gesinnte, datenschutzrechtlich sensible Polizei.


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