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Berlin übernimmt Mieterverein-Mitgliedsbeiträge bei Hartz-IV

Die Betriebskostenabrechnung flattert ins Haus, der Vermieter kündigt eine Modernisierung an, in den Ecken schimmelt es oder das Ende des Mietverhältnisses droht. Da rutscht einem schnell das Herz in die Hose. Das gilt erst recht für diejenigen, die wenig Geld in der Tasche haben. Guter Rat ist teuer.

Die Mietervereine in Berlin können helfen: Sie informieren, bieten kompetente Beratung und im äußersten Fall auch Rechtsbeistand an. Aber auch bei Mietervereinen muss ein Mitgliedsbeitrag gezahlt werden. Geld, das Menschen, die »Hartz IV«, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, oft nicht haben.

Damit diese Menschen dem Wahnsinn des Berliner Wohnungsmarktes nicht völlig schutzlos ausgeliefert sind, können sie Mitglied in einem Mieterverein werden. Das regelt die neue Ausführungsvorschrift Wohnen (AV Wohnen).

Das ändert sich ab dem 1. Januar 2019:

  • Die Beiträge für eine Mietgliedschaft in einem Mieterverein werden ab Januar vom Jobcenter bzw. Sozialamt übernommen. Dadurch können sich auch Mieterinnen und Mieter mit wenig Geld gegen unberechtigte Forderungen ihrer Vermieter zur Wehr setzen.
  • Voraussetzung ist, dass es einen mietrechtlichen Beratungsbedarf wie bspw. die oben genannte Modernisierung, eine völlig überzogene Nebenkostenabrechnung oder ähnliches gibt.
  • Ist dies der Fall, muss man dann zum Jobcenter oder Sozialamt gehen.
  • Dort entscheidet dann die Sachbearbeitung und gibt dann das »Ok« für die Mitgliedschaft.
  • Die Mitgliedsbeiträge werden zunächst für zwei Jahre übernommen.

 

Mitglied im Mieterverein werden!

Man sollte nicht in dauernder Angst um die eigene Wohnung leben. Deshalb informiert euch. Nutzt die Beratungsangebote, die bspw. auch regelmäßig in unseren Geschäftsstellen stattfinden, und holt euch Hilfe.

Falls ihr Fragen zu diesem oder anderen Themen habt, meldet euch bei uns. Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt. Wir wollen gemeinsam mit euch unsere Stadt sozialer, gerechter und lebenswerter zu machen.