DIE LINKE. Berlin
26/06/20 Karstadt-Kaufhof-Beschäftigte nicht im Stich lassen!

Die angekündigte Schließung von sechs Berliner Filialen der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist ein schwerer Schlag für die Betroffenen und für den Berliner Arbeitsmarkt. Der Landesvorstand DIE LINKE. Berlin erklärt sich solidarisch mit den von Entlassung bedrohten Beschäftigten. Von der drohenden Schließung der Warenhäuser sind hunderte Mitarbeiter*innen betroffen.

Zudem wäre die Schließung auch für die Versorgungslage der Anwohner*innen fatal und die Schließung auch ein großer Verlust für die entsprechenden Quartiere. Vor allem für ältere Menschen sind die Warenhäuser wichtige Anlaufpunkte. Wir kämpfen dafür, dass die Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben und fordern die Bundesregierung und den Berliner Senat auf, die Beschäftigten jetzt nicht im Stich zu lassen und sich für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze einzusetzen. 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil müssen die dramatische Situation im Einzelhandel endlich zur Chefsache machen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung Druck auf den milliardenschweren Eigentümer macht, ausreichend finanzielle Mittel für eine Transfergesellschaft bereitzustellen und sich der sozialen Verantwortung nicht zu Lasten der öffentlichen Hand zu entledigen. Neues Deutschland: LINKE will für Beschäftigte kämpfen 

Wir waren heute bei einer Menschenkette beim Karstadt am Leopoldplatz in Wedding dabei und auch in den nächsten Tagen finden Soli- Aktionen statt. Macht mit:

  • Ver.di-Aktion vor dem Karstadt-Standort in Charlottenburg am 27.6. um 10 Uhr
  • Öffentliche Aktion von ver.di vor dem betroffenen Standort in Tempelhof am 3. Juli um 12 Uhr

 

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Colosseum erhalten
  2. Die Krise trifft nicht alle gleich - Corona als Stigma
  3. AfD-Fraktion muss Hetz-Video über Hakan Taş aus dem Netz nehmen
  4. "Hassen, Posten, Radikalisieren"
  5. Veranstaltungsreihe Strategien gegen Rechts
  6. Stellenausschreibung
 

Colosseum erhalten

 

DIE LINKE. Pankow unterstützt den Kampf der Beschäftigten zum Erhalt des Colosseum.  "Wir stehen solidarisch an der Seite der Mitarbeiter*innen und rufen die Pankower*innen sowie die Mitglieder der LINKEN auf, sich am Aktionstag zum Erhalt des Colosseum am 2. Juli 2020 zu beteiligen.

Wir unterstützen alternative Ideen, das Haus zu einem Kunst- und Kulturstandort und einem Ort der Kreativwirtschaft zu entwickeln, sofern ein Kinobetrieb nicht möglich sein sollte. Leerstand muss vermieden und Zwischennnutzungen zugelassen werden.  Wir wollen kulturelle Nutzung, keine Kongresse. Spekulations- und Gewinninteressen muss ein Riegel vorgeschoben werden. Unterstützt auch die Petition unter www.change.org „Jetzt zusammenstehen: Das Kino Colosseum muss als Kulturstandort erhalten bleiben!“. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

 
 

Die Krise trifft nicht alle gleich - Corona als Stigma

 

Die Corona-Krise ist nicht vorbei und die sozialen Folgen werden uns lange beschäftigen. Klar ist: Die Krise trifft nicht alle gleich sondern die am härtesten, die sowieso schon wenig haben. Von der anfänglich vielbeschworenen Solidarität ist nicht mehr viel zu spüren. Die soziale Frage wird nur noch sehr leise gestellt, rassistische Diskurse im Zusammenhang mit Corona nehmen zu. 

Elke Breitenbach: »In der Pandemie stellt sich immer deutlicher die soziale Frage. Die aktuellen Fälle zeigen, dass sich Menschen, die in beengten Wohnverhältnissen leben müssen, schneller mit dem Coronavirus anstecken können.« Neues Deutschland "Quarantäne daheim" 

Neues Deutschland Corona als Stigma. Dazu ein lesenswerter Text von Hamze Bytici (Roma Trial und LaVo-Mitglied) Was Corona mit Rassismus zu tun hat "Rassismus und Klassismus in den Corona-Zeiten: Roma* als Lackmustest unserer Gesellschaft"

Für uns ist klar:

  • Wir lassen es nicht zu, wenn Bevölkerungsgruppen stigmatisiert, ausgegrenzt und zu Sündenböcken gemacht werden.
  • Wir kämpfen dafür, dass es nicht die Beschäftigten und Erwerbslosen sind, auf deren Rücken die Folgen ausgetragen werden: Wir brauchen nachhaltige und soziale Lösungen. 
 
 
 

AfD-Fraktion muss Hetz-Video über Hakan Taş aus dem Netz nehmen

 

Erfolg vor Gericht: Das Landgericht Berlin hat auf Antrag unseres Abgeordneten Hakan Taş mit einer einstweiligen Verfügung die weitere Verbreitung eines Hetzvideos der Berliner AfD-Fraktion über ihn untersagt. Die AfD-Fraktion musste das Video daraufhin aus dem Netz nehmen. Dazu erklärt HakanTaş: „Das Video musste die AfD inzwischen aus dem Internet entfernen - ihre Hetze bleibt in den Köpfen jedoch weiter hängen. Deshalb ist es wichtig, dass wir neben juristischen Mitteln insbesondere den gesellschaftlichen Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus verstärken und aufzeigen: in unserer Stadt ist kein Platz für Hass und Hetze!“ Mehr dazu hier und im Tagesspiegel

 
 

"Hassen, Posten, Radikalisieren"

 

Der Rechtsterrorismus ist eine der größten Gefahren unserer Zeit. Seinen Nährboden bereiten Hass und Hetze im Netz. In sozialen Netzwerken werden Ehrenamtliche und Amtsträger*innen öffentlich diskreditiert oder rechtsterroristische Taten glorifiziert.Menschenverachtende Posts und Kommentare haben für die Verfasser*innen viel zu selten Konsequenzen. Wie also umgehen mit dem rechten Radikalisierungspotenzial in sozialen Medien? Derzeit wird im Bundestag ein Gesetzespaket gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität verhandelt. Auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz steht dabei auf dem Prüfstand – mit möglichen Folgen für digitale Plattformbetreiber, deren Nutzer*innen sowie Polizei und Justiz. Zeit, eine Bilanz zu ziehen, um den politischen Umgang mit Kontinuitäten und Neuerungen des Rechtsextremismus im Netz zu bewerten.
Wir laden Sie herzlich zu unserer Online-Veranstaltung ein.

Diskussion  am 29. Juni 2020 18.30- 20 Uhr  mit

- Anke Domscheit-Berg, Obfrau der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag im Ausschuss Digitale Agenda
- Konstantin von Notz, Innen-, Rechts- und Netzpolitiker, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
- Karolin Schwarz, Journalistin und Buchautorin

Moderatorin und Gastgeberin: Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Mehr Infos und Anmeldung bis 28. Juni hier: https://www.linksfraktion.de/termine/detail/hassen-posten-radikalisieren/

Link zur Facebook-Veranstaltung

 
 

Veranstaltungsreihe Strategien gegen Rechts

 

HateSpeech, Angriffe von Rechts, Drohungen und Hass im Internet sind keine neuen Phänomene. Personen des öffentlichen Lebens, Menschen, die sich für eine starke, antifaschistische Zivilgesellschaft einsetzen aber immer auch wieder Institutionen oder Organsationen geraten verstärkt in den digitalen Fokus der extremen Rechten.

Mit unserer Veranstaltungsreihe »Digitale Strategien gegen Rechts« wollen wir uns mit rechten Strategien auseinandersetzen, sie analysieren und vor allem eigene Strategien entwickeln, um dem Hass zu begegnen und etwas entgegenzusetzen.

9. Juli 2020 ab 18 Uhr Workshop "Mr. Robot"

Chan-Boards, Incel-Foren etc. – von welchen Räumen im Netz aus organisieren sich rechte Trolle und rechter Hass? Diesen Fragen gehen Veronika Kracher (Journalistin und Autorin) und Anne Helm (Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zu Berlin) gemeinsam mit euch nach.

13. Juli 2020 ab 18 Uhr Wokshop "Eine Frage der Ehre"

Halina Wawzyniak (Fraktionsgeschäftsführerin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zu Berlin) und Jasper Prigge (Anwalt) unterstützen beim Erkennen rechtlicher Möglichkeiten sich zur Wehr zu setzen.) gemeinsam mit euch nach.

23. Juli 2020 ab 18 Uhr Workshop "Wir müssen reden" 

Der virtuelle Infostand in Social Media: Politische Botschaften im Community Management zwischen Schnelllebigkeit und Nachhaltigkeit. Eingebettet in einem gemeinsam erarbeiteten Kommunikationskonzept erarbeitet Nico Unkelbach (Büroleiter des Abgeordnetenbüros RigoRosa, Neukölln) mit uns Handlungsmöglichkeiten für die Nutzung verschiedenster Social Media-Plattformen im digitalen Austausch mit Interessierten und Mitwerbenden.

6. August 2020 ab 18 Uhr Workshop "Die Reise ins Ich"

Rechte Hetze und Trollattacken bedeuten Stress für diejenigen, die davon betroffen sind und damit umgehen müssen. Dieser Workshop mit Vertreter*innen der Amadeu Antonio Stiftung nimmt Strategien und Möglichkeiten zur Selbstachtsamkeit und zur Solidarität untereinander in den Fokus.

Anmelden unter https://dielinke.berlin/online/ nicht vergessen! 

 
 
 

Stellenausschreibung

 

Wir suchen: Referent*in für Haushalt und Finanzen

Die Linksfraktion Berlin beabsichtigt, eine Referent*innenstelle Haushalt und Finanzen zum 1. November 2020 zu besetzen. Gesucht werden Interessierte, die sich für diese Referent*innenstelle bewerben wollen. Die Unterlagen für die Interessenbekundungen sind bitte elektronisch bis zum 6. Juli 2020 zu richten an: bewerbung@linksfraktion-berlin.de

Ganze Ausschreibung

 
 

Impressum

DIE LINKE. Berlin
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Telefon: +49.30.24009289
Fax: +49.30.24009260
info@dielinke.berlin

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