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8. Mai 1945

Tag der Befreiung

Der zweite Weltkrieg forderte 65 Millionen Opfer. Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen begann ein Krieg, der Europa sowie Schauplätze weltweit in ein Trümmerfeld verwandelte und unzähliges Leid über die Menschen brachte. Mit der Kapitulation endete die Shoa, also der Genozid an den europäischen Jüdinnen und Juden sowie die Porajmos, der Genozid an den Sinti und Roma. Ebenso endete die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung sowie die Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden wie Sozialist*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen und widerständigen Geistlichen sowie der Zeugen Jehovas. Den größten Blutzoll für die Befreiung vom Faschismus zahlte die damalige Sowjetunion. Mit 27 Millionen Opfer, zu etwas gleichen Teilen Rotarmist*innen und Zivilist*innen, verzeichnet sie die höchsten Opferzahlen.

  1. Tempelhof-Schöneberg
    17:00 - 19:00 Uhr
    Berlin, Kiezbüro (Marienfelde)

    Kundgebung zum Tag der Befreiung

    Aus der Geschichte lernen: Für ein besseres Verhältnis zu Russland! mehr

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  1. Pankow
    09:00 Uhr
    Berlin, Ehrenmal Schönholzer Heide

    Kranzniederlegung am Sowjetischen Ehrenmal

    Stilles Gedenken mehr

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  1. Pankow
    10:00 Uhr
    Berlin, Gedenkstein Ostseeplatz

    Kranzniederlegung am Gedenkstein Ostseeplatz

    Stilles Gedenken mehr

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  1. Pankow
    10:00 - 18:00 Uhr
    Berlin, Sowjetisches Ehrenmal

    Stilles Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal in Buch

    Das Antifaschistische Bündnis 8. Mai in Buch gedenkt der Befreiung durch die Alliierten. mehr

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  1. Reinickendorf
    10:00 Uhr
    Berlin, Russischer Friedhof

    Ehrung der Opfer des Faschismus anlässlich des Tags der Befreiung

    Ehrung gefallener Sowjetsoldaten und von Zwangsarbeiterkindern mehr

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  1. Mitte
    10:00 Uhr
    Berlin, Urnenfriedhof Seestraße

    Kranzniederlegung

    Am Denkmal der 295 Opfer mehr

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  1. Pankow
    10:30 Uhr
    Berlin, Denkmal des polnischen Soldaten

    Kranzniederlegung am Denkmal des polnischen Soldaten

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  1. Spandau
    11:00 Uhr
    Berlin, Gedenkstein in Staaken

    Tag der Befreiung: Ehrung und Radtour

    Zum 76. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus mehr

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  1. Lichtenberg
    11:00 Uhr
    Berlin, Kommandantura

    Gedenken für Nikolai E. Bersarin

    Erster Stadtkommandant Berlins nach der Befreiung vom Faschismus mehr

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  1. Steglitz-Zehlendorf
    12:30 Uhr
    Berlin, Säule der Gefangenen

    Gedenkveranstaltung am 8. Mai

    An der »Säule der Gefangenen«, Wismarer Straße 26 – 36 in 12207 Berlin (am Teltowkanal) mehr

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  1. Gesine Lötzsch
    15:00 Uhr
    Berlin, Panzerdenkmal Karlshorst

    Kranzniederlegung

    Gedenken am Panzer-Denkmal mehr

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  1. Aktiv sein
    12:00 Uhr
    Berlin, Ehrenmal Schönholzer Heide

    Antifaschistischer Fahrradkorso

    Zum Tag des Sieges mehr

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Orte der Erinnerung

Spandauer Zitadelle

Im April 1945 hatten in der Zitadelle Hunderte Zivilisten Schutz gesucht. Um Blutvergießen zu vermeiden, begaben sich am 30. April 1945 sowjetische Parlamentäre in die Zitadelle. Nach langem Zögern willigte die Garnison in die bedingungslose Kapitulation ein. Stadtplan

Schulenburgring 2 (Tempelhof)

Im Erdgeschoss befand sich vom 27. April bis zum 2. Mai 1945 der Gefechtsstand General Tschuikows. Hier unterzeichnete General Weidling am 2. Mai die Kapitulation der Berliner Garnison. Stdtplan

Sowjetisches Ehrenmal Berlin-Treptow (Puschkinallee)

Die von 1946 bis 1949 errichtete Anlage ist letzte Ruhestätte für 5.000 sowjetische Soldaten und Offiziere, die aus verstreuten Sammel- und Einzelgräbern dorthin überführt wurden. Für den Bau wurde u.a. Material der zerstörten Reichskanzlei verwendet. Die fast 12 m hohe Bronzeskulptur stammt von Jewgeni Wutschetitsch, der selbst Kriegsteilnehmer war. Stadtplan

Deutsch-russisches Museum Berlin-Karlshorst (Zwieseler Straße 4)

Im Gebäude der ehemaligen Pionier­offiziers­schule unter­zeich­neten in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 Vertreter des Ober­kommandos der Wehrmacht die bedin­gungs­lose Kapitu­lation. Der Saal, in dem Marshall Shukow und Vertreter der Alliierten Streitkräfte die bedin­gungs­lose Kapitu­lation entgegen­nahmen ist im Original­zustand erhalten. Stadtplan

Erste Stadtkommandantur Friedrichsfelde (Alt-Friedrichsfelde 1)

In diesem Haus befand sich seit den letzten Apriltagen 1945 für mehrere Wochen die erste sowjetische Stadtkommandantur für Berlin. Hier wirkte Generaloberst Bersarin, der am 28. April zum ersten Stadtkommandanten ernannt wurde. Stadtplan

Sowjetisches Ehrenmal Schönholzer Heide (Pankow)

Die Schönholzer Heide, seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner Familien, wurde im Zweiten Weltkrieg in ein großes Zwangsarbeiterlager umgewandelt. Nach dem Krieg entstand im nordwestlichen Teil des Parks von Mai 1947 bis November 1949 nach Entwürfen der Sowjetischen Architektengruppe K.A. Solowjow, M.D. Belawenzew und W.D. Koroljow und des Bildhauers Iwan G. Perschudtschew ein Soldatenfriedhof, auf dem die sterblichen Überreste von über 13.000 Offizieren und Soldaten der Roten Armee beigesetzt wurden, die bei den Endkämpfen um Berlin im April/Mai 1945 starben – unter ihnen auch 120 Frauen. Stadtplan

Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten (Straße des 17. Juni)

Das Ehrenmal ist den in der Schlacht um Berlin gefallenen Sowjetsoldaten gewidmet und symbolisiert zugleich den Sieg über den deutschen Faschismus. Es wurde am 11. November 1945 mit einer Parade der vier Siegermächte eingeweiht. Hinter dem Ehrenmal befinden sich die Gräber von 2.500 gefallenen Sowjetsoldaten. Stadtplan

Die Berliner Operation 1945

16. April Mit der Großoffensive der 1. Bjelorussischen und der 1. Ukrainischen Front an der Oder beginnt die Schlacht um Berlin. Besonders verlustreich sind die Kämpfe um die Seelower Höhen.
21. April Einheiten der 5. Stoßarmee erreichen bei Marzahn die östliche Stadtgrenze und dringen in das Stadtgebiet vor. Im Norden wird Frohnau eingenommen.
22. April Einnahme der Dörfer und Siedlungen in den östlichen und nördlichen Außenbezirken.
23. April Sowjetische Einheiten rücken in Pankow und Köpenick ein.
24. April Sowjetische Einheiten nehmen Mariendorf, Lichterfelde und Reinickendorf ein und stoßen nach Zehlendorf, Neukölln und Tempelhof vor.
25. April Sowjetische Truppen erreichen den Flughafen Tempelhof. Der Ring um Berlin wird geschlossen.
26. April Über Dahlem rücken sowjetische Einheiten nach Steglitz vor.
27. April Erbitterte Kämpfe am Alexanderplatz, am Halleschen Tor und in Schöneberg. Aus Richtung Charlottenburg kämpft sich die 1. Polnische Armee zum Stadtzentrum vor.
28. April General Bersarin wird Stadtkommandant.
29. April Der Versuch der 12. Armee unter General Wenk, den Ring um Berlin aufzubrechen, scheitert.
30. April Sowjetische Soldaten hissen auf dem Reichstag das Siegesbanner. Hitler und Goebbels enden durch Selbstmord.
1. Mai Waffenstillstandsverhandlungen zwischen General Krebs und Generaloberst Tschuikow im Schulenburgring in Tempelhof.
2. Mai General Weidling unterzeichnet die Kapitulationserklärung der Berliner Garnison.
8. Mai In der Nacht zum 9. Mai wird die Urkunde über die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Berlin-Karlshorst unterzeichnet.