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75. Jahrestag

Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Orte der Erinnerung

Spandauer Zitadelle

Im April 1945 hatten in der Zitadelle Hunderte Zivilisten Schutz gesucht. Um Blutvergießen zu vermeiden, begaben sich am 30. April 1945 sowjetische Parlamentäre in die Zitadelle. Nach langem Zögern willigte die Garnison in die bedingungslose Kapitulation ein.

Schulenburgring 2 (Tempelhof)

Im Erdgeschoss befand sich vom 27. April bis zum 2. Mai 1945 der Gefechtsstand General Tschuikows. Hier unterzeichnete General Weidling am 2. Mai die Kapitulation der Berliner Garnison.

Sowjetisches Ehrenmal Berlin-Treptow (Puschkinallee)

Die von 1946 bis 1949 errichtete Anlage ist letzte Ruhestätte für 5.000 sowjetische Soldaten und Offiziere, die aus verstreuten Sammel- und Einzelgräbern dorthin überführt wurden. Für den Bau wurde u.a. Material der zerstörten Reichskanzlei verwendet. Die fast 12 m hohe Bronzeskulptur stammt von Jewgeni Wutschewitsch, der selbst Kriegsteilnehmer war.

Deutsch-russisches Museum Berlin-Karlshorst (Zwieseler Straße 4)

Im Gebäude der ehemaligen Pionieroffiziersschule unterzeichneten in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 Vertreter des Oberkommandos der Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation. Der Saal, in dem Marshall Shukow und Vertreter der Alliierten Streitkräfte die bedingungslose Kapitulation entgegennahmen ist im Originalzustand erhalten.

Erste Stadtkommandantur Friedrichsfelde (Alt-Friedrichsfelde 1)

In diesem Haus befand sich seit den letzten Apriltagen 1945 für mehrere Wochen die erste sowjetische Stadtkommandantur für Berlin. Hier wirkte Generaloberst Bersarin, der am 28. April zum ersten Stadtkommandanten ernannt wurde.

Sowjetisches Ehrenmal Schönholzer Heide (Pankow)

Die Schönholzer Heide, seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner Familien, wurde im Zweiten Weltkrieg in ein großes Zwangsarbeiterlager umgewandelt. Nach dem Krieg entstand im nordwestlichen Teil des Parks von Mai 1947 bis November 1949 nach Entwürfen der Sowjetischen Architektengruppe K.A. Solowjow, M.D. Belawenzew und W.D. Koroljow und des Bildhauers Iwan G. Perschudtschew ein Soldatenfriedhof, auf dem die sterblichen Überreste von über 13.000 Offizieren und Soldaten der Roten Armee beigesetzt wurden, die bei den Endkämpfen um Berlin im April/Mai 1945 starben – unter ihnen auch 120 Frauen.

Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten (Straße des 17. Juni)

Das Ehrenmal ist den in der Schlacht um Berlin gefallenen Sowjetsoldaten gewidmet und symbolisiert zugleich den Sieg über den deutschen Faschismus. Es wurde am 11. November 1945 mit einer Parade der vier Siegermächte eingeweiht. Hinter dem Ehrenmal befinden sich die Gräber von 2.500 gefallenen Sowjetsoldaten.

Die Berliner Operation 1945

16. April Mit der Großoffensive der 1. Bjelorussischen und der 1. Ukrainischen Front an der Oder beginnt die Schlacht um Berlin. Besonders verlustreich sind die Kämpfe um die Seelower Höhen.
21. April Einheiten der 5. Stoßarmee erreichen bei Marzahn die östliche Stadtgrenze und dringen in das Stadtgebiet vor. Im Norden wird Frohnau eingenommen.
22. April Einnahme der Dörfer und Siedlungen in den östlichen und nördlichen Außenbezirken.
23. April Sowjetische Einheiten rücken in Pankow und Köpenick ein.
24. April Sowjetische Einheiten nehmen Mariendorf, Lichterfelde und Reinickendorf ein und stoßen nach Zehlendorf, Neukölln und Tempelhof vor.
25. April Sowjetische Truppen erreichen den Flughafen Tempelhof. Der Ring um Berlin wird geschlossen.
26. April Über Dahlem rücken sowjetische Einheiten nach Steglitz vor.
27. April Erbitterte Kämpfe am Alexanderplatz, am Halleschen Tor und in Schöneberg. Aus Richtung Charlottenburg kämpft sich die 1. Polnische Armee zum Stadtzentrum vor.
28. April General Bersarin wird Stadtkommandant.
29. April Der Versuch der 12. Armee unter General Wenk, den Ring um Berlin aufzubrechen, scheitert.
30. April Sowjetische Soldaten hissen auf dem Reichstag das Siegesbanner. Hitler und Goebbels enden durch Selbstmord.
1. Mai Waffenstillstandsverhandlungen zwischen General Krebs und Generaloberst Tschuikow im Schulenburgring in Tempelhof.
2. Mai General Weidling unterzeichnet die Kapitulationserklärung der Berliner Garnison.
8. Mai In der Nacht zum 9. Mai wird die Urkunde über die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Berlin-Karlshorst unterzeichnet.