Devran Basbolat
Kandidatur für den Landesvorstand
Liebe Genoss*innen,
mein Name ist Devran Basbolat. Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen, gelernter Elektroniker und studiere derzeit Humanoide Robotik an der Berliner Hochschule für Technik.
Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Malochen, kenn ick! – in der Industrie genauso wie bei diversen Nebenjobs während des Abiturs und des Studiums. Diese Erfahrungen haben mich geprägt. Ich weiß, wie es ist, wenn am Ende des Monats das Geld knapp wird. Menschen aus Arbeiter- oder Angestelltenhaushalten oder mit Migrationsgeschichte sitzen noch viel zu selten mit am Tisch, wenn Politik gemacht wird. Genau deshalb bin ich überzeugt: DIE LINKE muss lauter, präsenter und glaubwürdiger für diejenigen einstehen, deren Interessen im politischen Betrieb oft hinter Konzernlobbys und Kapitalinteressen zurückstehen.
2023 bin ich in die Partei eingetreten. Seitdem engagiere ich mich als aktives Mitglied des Ortsvorstands Weißensee und bringe mich besonders in die Neumitgliederarbeit ein. Mir ist wichtig, dass neue Genoss*innen sich willkommen, eingebunden und gebraucht fühlen. Politische Organisierung heißt für mich gelebte Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit.
Im Bezirk Pankow bin ich in mehreren Kiezen aktiv: in Weißensee, Karow und Buch. Der Kontakt mit den Menschen vor Ort - an Infoständen, auf der Straße und vor allem an der Haustür, ist für mich ein Teil einer linken Politik. Trotz meiner noch jungen Parteimitgliedschaft habe ich an drei Wahlkämpfen mitgewirkt, als Hauptverantwortlicher Haustürgespräche in Weißensee organisiert und geführt, auch in Gegenden, in denen die AfD besonders stark ist.
Schon während meiner Ausbildung war ich Jugend- und Auszubildendenvertreter in einem großen Industrieunternehmen und habe dort die Interessen meiner Kolleg*innen vertreten. Auch gewerkschaftliche Arbeit, insbesondere im Rahmen der IG Metall, ist mir vertraut. Diese frühen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass politische Arbeit auf der Straße beginnt. Als nächsten Schritt braucht sie Struktur und Organisation, um Wirkung zu entfalten. Heute gehe ich diesen Weg weiter - bis in die parlamentarische Praxis.
Aufgrund meiner Anstellung als Werkstudent bei einer Abgeordneten, habe ich einen direkten Einblick in die parlamentarische Arbeit. Dies ist für mich die konsequente Fortsetzung meines politischen Engagements – von der Straße über Vereins- und Organisationsarbeit bis hin zur konkreten politischen Gestaltung auf Landesebene. Genau dort will ich mitgestalten – für Berlin.
Digitalisierung, Robotik und KI betreffen längst unseren Alltag – in der Arbeit, im Bildungsbereich und vor allem in der Pflege. Ich habe in der Robotik sowohl gelernt als auch gearbeitet und verbinde diese Erfahrung heute mit meinem Studium der Humanoiden Robotik. Dieser Bereich ist mein inhaltlicher Schwerpunkt, mit dem Ziel, technische Entwicklungen so zu gestalten, dass sie uns Menschen unterstützen und entlasten, statt uns zu ersetzen. Mir ist wichtig, Politik immer im Zusammenhang zu denken: ökologisch, verantwortungsvoll und demokratisch. Gleichzeitig möchte ich, dass DIE LINKE technologische Entwicklungen offensiv, kompetent und vor allem sozial gestaltet. Mit meiner praktischen Erfahrung in der Robotik und meinem technischen Hintergrund, sehe ich mich in der Lage, wichtige Impulse in die Arbeit des Landesvorstands und für die Erarbeitung des kommenden Wahlprogramms einzubringen.
Ich glaube an kritisches Denken und an offene Debatten – aber auch daran, dass Meinungsverschiedenheiten uns nicht trennen sollten. Was uns eint, ist größer als das, was uns trennt. Mit Haltung, Herz und einem Augenzwinkern.
Ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen will. Mein Weg führte mich von der Werkbank – über gewerkschaftliche Kämpfe und politisches Engagement auf der Straße – bis ins Abgeordnetenbüro. Diesen Weg möchte ich gemeinsam mit euch weitergehen – für eine kämpferische, solidarische und zukunftsgerichtete LINKE Berlin – für alle.
