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Hanno Bruchmann

Kandidatur für den Landesvorstand

Jahrelang haben wir auf diese Situation hingearbeitet. Die Linke ist zurück! Wenige haben Die Linke verlassen, viele sind dazugekommen. Die Erneuerung ist in vollem Gang.

Ich selbst sehe mich sowohl als Teil einer traditionellen, theoretisch und historisch fundierten Linken, als auch Teil dieser Erneuerung. Noch in der Krise der Partei habe ich zunehmend Verantwortung übernommen – seit drei Jahren im Bezirksvorstand der Linken Treptow-Köpenick, der meine Kandidatur für den Landesvorstand unterstützt.

In politischen Fragen ist mir wichtig, einerseits konkrete Ansätze für die Verbesserung des Lebens zu finden, aber auch Schritte zu gehen und eine Perspektive zu erweitern Richtung einer Welt der Freien und Gleichen. Diese Schritte schaffen wir nicht allein als Partei im Parlament. Dazu benötigen wir immer gesellschaftlichen Kräfte und Bündnisse.

Konkret habe ich eine Mieteninitiative in Baumschulenweg mit initiiert und mit den Nachbar:innen zusammen eine Erstattung überhöhter Heizkosten durch den Wohnungskonzern Deutsche Wohnen/Vonovia erwirken können.

Ich habe das Kiezteam der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen in Treptow-Köpenick mitgegründet, mit dem zusammen ich nicht ruhen werde, bis der Volksentscheid umgesetzt ist. Im Landesvorstand werde ich mich dafür einsetzen, dass wenn Die Linke als womöglich stärkste Kraft nur in eine Landesregierung geht, wenn dann die Wohnungskonzerne enteignet und vergesellschaftet werden. Diese Perspektive unterstützen wir auch in der LAG Städtebau und Wohnungspolitik, deren langjähriges Mitglied ich bin. Regierung hat nur einen Zweck, wenn sie die Stadt den Bewohnern von den Konzernen zurückgibt, sonst nicht.

Alle Mittel müssen in Berlin ausgeschöpft werden, um den Mietenwahnsinn zu stoppen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Mietpreisüberhöhungen in den Bezirken endlich engagierter verfolgt wird und der Senat das Vorgehen unterstützt. Ich habe an der Mietwucher.App mitgewirkt und betreue das Projekt weiterhin beruflich. Ziel ist, dass am Ende wirklich überhöhte Mieten zurückgezahlt und gesenkt werden. Das geht noch bevor der Bund die Mieten endlich deckelt.

Das Thema Mieten und Verdrängung begegnet uns immer bei Gesprächen an den Haustüren. Ich habe mehrere Haustürwahlkämpfe in Treptow-Köpenick koordiniert. Haustürgespräche werden wir auch unabhängig vom Wahlkampf führen, das war eine Verabredung der „Aktionskonferenz Haustürgespräche“. Wir werden die Nachbarinnen und Nachbarn befragen, auf Angebote der Linken hinweisen und für linke Politik begeistern. Spätestens für den Wahlkampf 2026 werden wir mit unseren vielen Neumitgliedern wieder voll aufdrehen. Dafür koordiniere ich zur Zeit die Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft Haustürgespräche, die aus der Aktionskonferenz angeregt wurde. Im Landesvorstand werde ich mich für eine Stelle einsetzen, welche den interbezirklichen Austausch fördern und die externe Unterstützung im kommenden Jahr koordinieren soll.

Gemeinsam!“ ist das neue Motto. Die gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen können uns etwas lehren: Wie in der Krankenhausbewegung oder beim BVG-Streik, so brauchen wir auch bei der Mieterversammlung und in unseren Parteistrukturen aktive Beteiligung und einen guten Umgang miteinander. Dann ist unser Potential als Linke riesig. Wir haben die Welt zu erobern. Stehen wir also gemeinsam für das, was kommt.

Ich freue mich bereits auf die anstehenden Kämpfe, auf linke Politik, die in Vereinen und Initiativen verankert ist, auf die neue Stärke in vielen Bereichen unserer Stadt, die wir unter Einbeziehung der vielen Mitglieder erweitern können und auf eine Linke als stärkste Kraft im Abgeordnetenhaus.

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