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Pilar Caballero Alvarez

Kandidatur für den Landesvorstand

Liebe Genoss*innen,

in Zeiten von Rechtsruck und sozialen Kürzungen muss sich die Linke wieder klar und sichtbar feministisch  aufstellen. Die aktuelle Rechte setzt gezielt auf antifeministische Ressentiments, um die erkämpften Rechte von Frauen und Queers zu untergraben. Auch die Kürzungen von sozialen Leistungen, von Anti-Diskriminierungsprojekten, von Gewaltprävention, von Straßenarbeit, von queeren Jugendzentren, von Bildungsprojekten bekommen besonders diejenigen zu spüren, die sowieso von Armut betroffen sind. Wie Migrant*innen, Frauen und Queers. Hier liegt es an uns als Linke gerade diese Bevölkerungsgruppen in unserem Klassenbegriff mitzudenken und den Fokus auf gemeinsame Kämpfe zu setzen. Wir müssen jetzt gemeinsam und laut weiterkämpfen dafür, dass §218 endlich gestrichen wird, dass Betroffene von häuslicher Gewalt besseren Schutz erhalten können, dass Sorgearbeit und Kinderbetreuung besser unter allen Geschlechtern umverteilt werden kann.

Der Kampf gegen das Patriarchat müssen wir natürlich auch innerhalb der Linken Berlin führen. Politik und Parteien sind traditionell männliche Domänen, die die Teilhabe am Parteileben für viele erschweren. Vor allem Frauen, Lesben, trans Personen und generell alle, die nicht in konventionelle Vorstellungen von Männlichkeit fallen, sind häufig den typischen Problemen ausgesetzt: Sie leisten oft mehr Sorgearbeit in der Partei, brauchen eine besonders hohe Durchsetzungsfähigkeit in Gesprächen und Diskussionen im Parteialltag und müssen nicht selten selbst überhaupt erst die Räume erschaffen, in denen queer/feministische Politik einen Platz hat. Ich denke, die Linke ist hierbei anderen Parteien meilenweit voraus, aber dennoch: Wir können und sollten auch in unseren Strukturen und im täglichen Parteileben von Basisorganisationen und Ortsverbänden besser und für alle inklusiver werden. 

Gerade jetzt stehen wir ja vor einer wunderbaren Chance: Wir haben so viele Neumitglieder in der Linken, die nur darauf brennen sich aktiv einbringen zu können. Viele von ihnen sind jung, weiblich oder nicht-binär und haben Bock und Energie, sich queer/feministisch zu engagieren. Es liegt nun an uns, ihnen in der Linken eine gute politische Heimat zu bieten. Zusammen mit allen Genoss*innen, den Neumitgliedern und denen, die schon länger in unserer Partei dabei sind, können und sollten wir gemeinsam die feministischen Strukturen des Landesverbandes stärken und ausbauen.

Mit der Landesarbeitsgemeinschaft Feminismus, die Katja Rom und ich zusammen mit vielen weiteren meist neuen und super engagierten Genoss*innen seit einem Jahr aufbauen, machen wir genau das: Wir sorgen für eine starke Präsenz feministischer Themen in der Linken. Sei es unter dem Motto „Feminists Fighting Fascism“ auf der Demo des 8. März (dem feministischen Kampftag) in Berlin, mit einer Übersicht über alle feministischen Treffs und Veranstaltungen von Bezirksverbänden und Zusammenschlüssen im März. Sei es mit diversen Aktionen, Diskussionsabenden und Workshops, wie Plakatemalabende für Demos, feministische Spieleabende, Podiumsdiskussionen zu linken Utopien, zu feministischer Netzpolitik, zu Sexarbeit, zum Recht auf Abtreibung, zu linken Männlichkeit(en) – und wir haben noch so einiges mehr vor!

Die vielen feministisch-engagierten Genoss*innen in der Linken geben mir die Zuversicht: Die Linke ist der richtige Ort, um inmitten des Rechtsrucks für eine feministische Politik in Berlin zu kämpfen.

Ich würde mich sehr freuen feministische Positionen in der Linken Berlin nicht nur in der LAG Feminismus und Die Linke queer, sondern auch als Teil des Landesvorstands nachhaltig zu stärken.

Kurz zu mir:

 

Ich bin als Tochter spanischer Eltern in Berlin geboren und in Reinickendorf aufgewachsen. Während des Bundestagswahlkampfs von September 2021 bin ich Mitglied der Linken geworden und seit Oktober 2024 in Berlin Reinickendorf als Bezirksvorsitzende aktiv. Ich bin seit 2022 Co-Sprecherin von Die Linke queer Berlin-Brandenburg und bin seit Mai 2024 Mitgründerin der LAG Feminismus Berlin. Von Januar bis Dezember 2024 arbeitete ich als Assistenz der Landesgeschäftsführung in der Landesgeschäftsstelle Die Linke Berlin und bin seit Januar 2025 in der Bundesgeschäftsstelle Die Linke für Feministische Arbeit zuständig.

Bei Fragen schreibt mir gerne an pilar.caballero@die-linke.de!
 

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