Vincent Bababoutilabo
Kandidatur für den Landesvorstand
Liebe Genoss*innen,
mit dieser Bewerbung möchte ich mein Interesse bekunden, im Landesvorstand von Die Linke Berlin mitzuwirken.
Meine politische Sozialisation begann in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD), in der ich über viele Jahre aktiv war – zunächst als Basismitglied, später als politischer Referent im Bundesvorstand. Gemeinsam mit anderen habe ich dort versucht, materialistische Rassismuskritik und antikapitalistische Perspektiven in migrantischen Selbstorganisationen zu stärken.
In unserer Partei habe ich mich bisher insbesondere im Netzwerk LINKS*KANAX engagiert. Im Haustürwahlkampf habe ich erlebt, wie groß das Bedürfnis nach konkreter, greifbarer Politik in unseren Kiezen ist. Menschen sehen uns, erkennen uns wieder, wollen sprechen, mitgestalten – und die rassistische Trennung überwinden!
Ich möchte mit euch Die Linke als einen Ort der Gemeinsamkeit gestalten – an der Seite der Menschen stehen und gemeinsam aus der Vereinzelung heraustreten. Ob in Kreuzberg oder Karlshorst, in Pankow oder Prenzlauer Berg: DIE LINKE hat das Potenzial, nicht nur als parlamentarische Kraft zu wirken, sondern auch ein Ort kollektiver, antirassistischer, sozialistischer Selbstermächtigung zu sein.
Als Schwarzer Sozialist ist mir wichtig, dass Die Linke nicht nur für Migrant*innen spricht, sondern sich selbst migrantisiert – in Struktur und strategischer Ausrichtung.
Als Berliner ist mir wichtig, dass wir zusammenstehen – und den Miethaien Angst einjagen!
Antirassistische Politik darf nicht auf Repräsentation und symbolische Sichtbarkeit reduziert werden, sondern muss sich in Klassenpolitik und internationalistischer Praxis konkretisieren – ob in der Nachbarschaft, im Betrieb oder in Stadtteilinitiativen.
Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Erfahrungen, Perspektiven und Netzwerken einen Beitrag leisten kann, Die Linke als kämpferische, plurale und sozialistische Partei zu stärken.
Mit solidarischen Grüßen
Vincent
