Katalin Gennburg
Kandidatur als stellvertretender Landesvorsitzende
Liebe Genoss*innen,
hiermit bewerbe ich mich bei Euch zur Wahl als stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner LINKEN.
Bei der Wiederholungswahl im Februar 2023 habe ich gemeinsam mit vielen engagierten Genoss*innen und Unterstützer*innen in Treptow eines der vier Direktmandate bei der Abgeordnetenhauswahl für die Berliner LINKE nun zum zweiten Mal verteidigt.
An der Spitze der Landespartei möchte ich dazu beitragen, dass wir als sozialistische Partei wieder gewinnen:
- neue Mitglieder und eine organisationsstarke Parteibasis in den Bezirken
- Wahlen in Berlin, Bund und Europa
- neue Ideen für eine Stadt von morgen - eine Stadt der Nachbarschaften und der kurzen Wege und nicht der profitablen Glitzermetropole!
Das schaffen wir mit einem klaren Kompass: Ich streite für eine antikapitalistische Stadtpolitik - dafür, dass wir stadtweit Räume der Verwertung entziehen und sie den Menschen zurückgeben. Um die Stadt sozial-ökologisch zu transformieren müssen wir die Spekulation mit Boden stoppen, die Rekommunalisierung der Wohnraumversorgung priorisieren, landeseigene Flächen für Initiativen, Vereine und die Berliner*innen öffnen.
Als Stadtentwicklungspolitikerin arbeite ich an Konzepten zum ökologischen Stadtumbau in Zeiten der Klimakrise, dazu zählen für alle zugängliche öffentliche Uferwege, ein Kleingartenflächensicherungsgesetz, die Forderung nach einem Hotelneubaustopp und dem Umbau von Shoppingcentern, sowie ein Leerstandsverbot und die Legalisierung von Hausbesetzungen.
Als LINKE haben wir in den vergangenen 7 Jahren an einer Linksregierung mitgewirkt und wir haben mit Transformationsprojekten bundesweit Geschichte geschrieben. Der Mietendeckel ist mit unserer LINKEN Senatorin und unter tatkräftiger Mithilfe der Zivilgesellschaft zustande gekommen - heute ist DIE LINKE bundesweit die Partei der Mieter*innen und steht für eine rebellische Stadtpolitik.
Wir haben gezeigt, dass radikale Politikvorschläge auch in Regierungsverantwortung möglich sind und dass auch in Koalitionen eine LINKE Handschrift sichtbar werden kann. In diesen Jahren haben wir uns auch programmatisch weiterentwickelt und zwar im stetigen Austausch mit stadtpolitischen Initiativen und Vereinen; vor allem in starken fachlichen Zusammenschlüssen, die unsere inhaltlichen Anker und Orte aktiver Parteiarbeit sind. Nach der Wiederholungswahl stehen wir als Oppositionskraft vor neuen Herausforderungen und müssen unsere Arbeit in Abgeordnetenhausfraktion und Partei gut und neu sortieren. Lasst es uns angehen und dabei auf der bisherigen Arbeit aufbauen.
Bei den anstehenden Herausforderungen möchte ich meine Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Parteiarbeit auf den unterschiedlichen Ebenen, der Kommunalpolitik, Landes- und Europapolitik, im Jugendverband, in unserem Landesverband und dem Bundesvorstand, sehr gern einbringen. Als aktive Verbündete stadtpolitischer Initiativen möchte ich mein Wissen und die Netzwerke produktiv einspeisen und an der Spitze der Landespartei anbinden.
Zu meinen Erfahrungen:
Ich bin 2002 Mitglied in der PDS geworden und wurde 2003 das erste Mal in ein Mandat gewählt, in der Stadtverordnetenversammlung von Falkensee. Neben meinem Abitur durfte ich die Stadtentwicklungspolitik der Berliner Umlandgemeinde begleiten und gleichzeitig erste Erfahrungen im Jugendverband machen. Seit 2012 bin ich im Bereich Städtebau- und Wohnungspolitik der LINKEN in Land und Bund aktiv. 2016-2021 war ich Mitglied im Bundesvorstand unserer Partei. Von 2014 bis 2016 war ich Sprecherin der LAG Städtebau- und Wohnungspolitik und bin es seit 2021 wieder. Hier habe ich u.a. seit 2021 eine Vernetzung zu feministischer Stadtpolitik aufgebaut und als Ort für die Kooperation mit städtischen Initiativen zu den Themen Raumaneignung/Stadt von unten und Feminismus etabliert. Seit 2018 setze ich mich u.a. für kostenlose öffentliche Toiletten ein und arbeite hierzu mit verschiedenen Initiativen zusammen.
Seit 2016 bin ich Mitglied in der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus – als direkt gewählte Abgeordnete in meinem Wahlkreis im Treptower Norden. Vorher habe ich Philosophie und Stadtbaugeschichte an der TU-Berlin studiert. Ich gehöre dem Kuratorium der Hellen Panke und dem Vorstand der Hermann-Henselmann-Stiftung an und bin Gründungsmitglied der Stadtbodenstiftung Berlin. Darüber hinaus bin ich Mitglied bei Ver.di, Volkssolidarität, ND-Genossenschaft und VVN-BdA.
Vor 14 Jahren wurde ich Mutter und lebe mit Freund und Kind im schönen Treptower Norden und wurde 1984 im Chemiedreieck in Sachsen-Anhalt geboren.
Weitere Informationen zu mir und meiner Arbeit findet ihr unter: www.katalingennburg.de
Ich bitte euch um euer Vertrauen.
Herzlich: Katalin
