Aufbau einer landesweiten digitalen Infrastruktur für die interne Kommunikation der Partei
Beschluss 8 / 2 / 10
Der Landesvorstand wird aufgefordert, eine Infrastruktur zur Kommunikation innerhalb der Strukturen und Gremien sowie zwischen den Mitgliedern der Partei bereitzustellen.
Gruppen Messenger (Chat)
Insbesondere soll ein Messenger-Dienst mit verschlüsselten Nachrichten zur Verfügung stehen, der auch Kommunikation für Gruppen ermöglicht. Hierbei soll es offizielle Gruppen für alle Mitglieder eines Gremiums geben, die von den entsprechenden Vorständen verwaltet werden können, sowie die Möglichkeit ad hoc für Arbeitsgruppen oder Kreise Interessierter eigene selbst zu erstellen.
Dieser Dienst sollte möglichst auf Basis von OpenSource-Software selbst betrieben werden und keinesfalls Plattformen nutzen, deren Datenverwertungsinteressen einer vertraulichen Kommunikation zuwiderlaufen.Die Inhalte sollen auf einem Server gespeichert sein, damit die Nutzung unabhängig von einem speziellen Endgerät möglich ist und keine Inhalte verloren gehen.
Jedes Mitglied soll einen eigenen Account mit persönlicher Adresse in diesem System erhalten, so dass ein Einstieg möglichst niedrigschwellig wird.
Zur Verwaltung der Zugänge soll es eine zentrale Nutzer*innen-Verwaltung (Single Sign-On) geben, in der die entsprechenden Zugriffsrechte hinterlegt werden und bis auf Ortsverbandsebene von den Struktur Untergliederungen selbst verwaltet werden können. Diese soll mit der Mitgliederdatenbank verknüpft bzw. abgeglichen werden.Damit eröffnet sich die Möglichkeit, weitere Dienste wie Cloud, Pads, E-Mail und andere anbinden zu können.
Begleitend sind ein Schulungsprogramm und anleitende Unterlagen auszuarbeiten, mit deren Hilfe diese Infrastruktur den Verantwortlichen in den Gremien übergeben werden kann, sodass eine breite Akzeptanz gewährleistet werden kann. Außerdem sollten ausführliche Hinweise zum fehlenden Datenschutz und den Gefahren herkömmlicher Plattformen kommuniziert werden.
Hierfür ist es seitens des Landesverbands nötig, Ressourcen für die Entwicklung, das Ausrollen, den Betrieb und der späteren laufenden Betreuung zur Verfügung zu stellen.
Es soll geprüft werden, inwieweit Synergien mit der derzeit in der Bundesgeschäftsstelle laufenden Einrichtung derartiger Tools für die Bundesebene gefunden werden können.
Textarbeit / Ablage
Für die Ablage von Dokumenten und für Entwürfe und sicheren Austausch von Dokumenten soll eine einheitliche Cloud-Lösung angeboten werden.
Hierfür ist zu prüfen, ob die Bundescloud mit ihren vielfältigen Funktionen (https://digital.die-linke.de/cloud/) allen Mitgliedern und ihren Bezirksverbänden, Basisorganisationen oder Landesarbeitsgemeinschaften zugänglich wird. Der Landesvorstand sollte die Bemühungen der Bundesgeschäftsstelle nach einem einfach-Login, welches mit der Mitglieder-Datenbank verknüpft ist (Single Sign-On), unterstützen.
Im Rahmen einer besseren Interoperabilität wäre dies der bestehenden eigenen Landes-Nextcloud (https://oc.die-linke-berlin.de/oc/) vorzuziehen. Dazu sollte evaluiert werden, inwieweit diese abgelöst werden kann und wie vorhandene Daten migriert werden könnten.
