Die Linke unterstützt NOlympia-Volksbegehren: Kieze sanieren statt Milliarden für IOC-Party

Anlässlich der heutigen Ankündigung des Bündnisses „NOlympia Berlin“, ein Volksbegehren gegen die Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 zu starten, erklären Maximilian Schirmer und Kristian Ronneburg:


Maximilian Schirmer, Landesvorsitzender Die Linke Berlin: 

„Berlin hat wirklich wichtigere Probleme, für die das Geld für eine Olympiabewerbung dringend notwendig wären. Während in unseren Kiezen die Infrastruktur bröckelt, klammern sich CDU und SPD an der Idee einer Olympiabewerbung fest, weil sie zum Beispiel beim Thema Mieten nichts anzubieten haben. Als Linke wollen wir die Prioritäten neu setzen, dass Steuergelder auch wieder bei der großen Mehrheit der Menschen ankommt damit Menschen sich keine Sorgen machen müssen, dass sie mit ihrer Arbeit die Miete nicht mehr bezahlen können. 
Wir begrüßen es ausdrücklich, dass das Bündnis nun den Weg des Volksbegehrens geht, damit die Berlinerinnen und Berliner selbst über eine Olympia-Bewerbung entscheiden können und werden es dabei unterstützen.“

Kristian Ronneburg, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion: 

„Wer ‚Ja‘ zum Sport sagt, muss ‚Nein‘ zu Olympia sagen. Jeder Euro, den der Senat für den olympischen Gigantismus verplant, fehlt bei der Sanierung der Schulsporthalle um die Ecke, der Breitensportanlage im Kiez oder für die Errichtung des seit vielen Jahren versprochenen Kombibads in Marzahn-Hellersdorf. Solange der Wegner-Senat aufgrund falscher Prioritäten bei den Sportstätten für Schulen und Vereine seine Hausaufgaben nicht erledigt, verbietet es sich öffentliches Geld in temporäre Großevents zu pumpen. 
Wir wollen, dass der Breitensport stärker als bisher gefördert wird. Eine Sportmetropole braucht keine Olympischen Spiele, sondern funktionierende Hallen und gut geförderte Vereine.“