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DRK Klinik Mitte: Vorbote von Lauterbachs Krankenhaus-Katastrophe

Wie heute bekannt wurde, soll das DRK-Klinikum in Mitte offenbar aufgegeben werden und die Betten teilweise an einen anderen Standort verlagert werden. Dazu erklären

Stella Merendino, Bundestagskandidatin für Die Linke in Berlin Mitte und Gesundheits- und Krankenpflegerin:

„Die desaströse Krankenhauspolitik der Ampel erreicht Berlin. Die Schließung ist der erste, aber sicher nicht der letzte Angriff auf die Gesundheitsversorgung in Berlin. Hauptverantwortlich hierfür ist die Gesundheitspolitik von SPD, Grünen und FDP im Bund: Mit der beschlossenen Krankenhausreform sollen bundesweit hunderte Krankenhäuser und zehntausende Betten abgebaut werden. Zudem weigert sich die Bundesregierung seit über zwei Jahren, die Verluste der Krankenhäuser auszugleichen, die sie aufgrund von Inflation und der Finanzierung durch Fallpauschalen verbuchen.

Die Menschen im Wedding und in ganz Berlin brauchen eine wohnortnahe, hochwertige Versorgung. Ein so zentraler Standort darf nicht ohne klare Perspektive aufgegeben werden, der Senat muss jetzt schnell handeln.

Von der Geschäftsführung verlangen wir, dass keine Beschäftigten – egal ob Stammpersonal oder Tochtergesellschaft – vor die Tür gesetzt werden. Im Kampf gegen mögliche Entlassungen stehen wir an der Seite der Kolleginnen und Kollegen.“

 

und Tobias Schulze, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus und Abgeordneter aus Mitte:

„Die Schließung des DRK Klinikums Mitte ist ein Vorbote von Karl Lauterbachs‘ Krankenhausreform. Diese zielt auf den Abbau von Betten und Standorten zugunsten einer Konzentration in wenigen Großstandorten und auf die ambulante Versorgung.  Offen ließ die Ampel jedoch, wie die ambulanten Strukturen für die wohnortnahe Versorgung aufgebaut werden sollen.

Der Senat trägt eine Mitschuld an der Schließung: er hat die Krankenhausreform mit beschlossen und spart zudem die ohnehin zu geringen Investitionsmitteln für die Krankenhäuser weiter zusammen.

Kleinere Krankenhäuser haben unter diesen Bedingungen kaum eine Chance auf wirtschaftliches Überleben. Es wird zu weiteren Schließungen kommen. Eine wohnortnahe Akutversorgung ist in ihrer Bedeutung für die Gesundheit, aber auch das Sicherheitsgefühl der Menschen kaum zu überschätzen.

Der Senat muss endlich eine Folgenabschätzung für die Krankenhausreform auf den Tisch legen und mit den Trägern in den Dialog über die Sicherung der wohnortnahen Versorgungsstrukturen treten. Die Krankenhausfinanzierung muss ausgebaut werden.“

 

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