Eralp zum Sozialbericht 2025: Im Roten Rathaus müssen die Alarmglocken schrillen

Die Senatsverwaltung für Soziales hat heute den Sozialbericht 2025 offiziell veröffentlicht. Erstmals werden dabei auch Reichtum und Vermögen genauer beleuchtet. Die Armutsquote ist in Berlin laut dem Bericht auf über 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Spitzenverdienenden mit einem Jahreseinkommen über 1 Mio. Euro verdoppelt.

Dazu erklärt Elif Eralp, Bürgermeisterkandidatin der Linken:

„Der Sozialbericht 2025 zeigt, was viele längst spüren: Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Berlin noch schneller auseinander als im Bundesvergleich. Und der Haupttreiber sind die viel zu teuren Mieten. Sie machen die Berlinerinnen und Berliner arm. Es ist schlicht unhaltbar, dass mehr als ein Fünftel der Menschen über 40 Prozent ihres Einkommens allein für die Miete aufbringen muss, während an der Spitze Einkommen und Vermögen immer weiter wachsen. Das ist keine normale Entwicklung, das ist eine tägliche Enteignung derjenigen, die diese Stadt am Laufen halten. 

Und trotzdem bleibt es im Roten Rathaus still, obwohl längst die Alarmglocken schrillen müssten. Diese Armutsdynamik ist politisch gemacht und sie kann politisch beendet werden. Was es jetzt braucht, ist eine klare Entscheidung: harte Regulierung der Mieten, massiver Bau bezahlbarer Wohnungen und ein konsequenter Ausbau der sozialen Infrastruktur. Alles andere bedeutet, den Mietenwahnsinn weiterlaufen zu lassen und Berlin Schritt für Schritt zum Verarmungsprogramm zu machen.“