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Gegen den alltäglichen Rassismus

Der Internationale Tag gegen Rassismus wurde 1966 durch die UNO in Erinnerung an das Massaker von Sharpeville/Südafrika eingeführt.  Seitdem sind über 40 Jahre vergangen und dennoch gehören auch in einer weltoffenen Stadt wie Berlin Rassismus und rassistische Gewalt immer noch zum Alltag vieler Menschen. Die registrierten Übergriffe sind auf einem Rekordhoch. Immer häufiger kommt es zu offener rassistischer Hetze. Demnach gab laut der Opferberatungsstelle ReachOut 2016 über 350 Angriffe, bei den meisten war Rassismus das Tatmotiv. Landesvorsitzende Katina Schubert betont die Bedeutung des Aktionstags:

Wir sind jeden einzelnen Tag gefordert, uns klar gegen Rassismus zu positionieren. Wir müssen uns gegen die laute Hetze auf der Straße genauso wehren, wie gegen die Diskriminierung im alltäglichen Leben. Rassismus gibt es in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Dies anzuerkennen und institutionelles Handeln danach auszurichten, wäre ein erster wichtiger Schritt. Es reicht nicht, nur von interkultureller Öffnung zu reden, diese muss aktiv vorangetrieben werden. Dafür wollen wir das Partizipations- und Integrationsgesetz endlich mit Leben füllen, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst erhöhen. Im Bildungswesen und auf dem Wohnungsmarkt gibt es ebenfalls großen Handlungsbedarf. Auch hier müssen Hürden abgebaut, der Einstieg erleichtert werden. Mit dem geplanten Landesantidiskriminierungsgesetz wollen wir bestehende Lücken im rechtlichen Diskriminierungsschutz schließen. Wir setzen uns für eine Reform des Wahlrechts ein. Die vielen Berliner*innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sollen nicht länger von Abstimmungen ausgeschlossen sein. Die Bekämpfung rassistischer Vorurteile und Verhaltensmuster ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Darauf müssen wir immer wieder hinweisen - nicht nur am internationalen Tag gegen Rassismus.

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