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Linke Berlin setzt sich für einen Stufenplan für kleinere Klassen ein

Am 18. Mai. unterzeichneten die GEW BERLIN und die Senatsbildungsverwaltung eine Vereinbarung über Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften und Ganztagserzieher*innen an Berliner Schulen. Im Nachgang dazu unterzeichnen die Bildungsgewerkschaft und der Landesverband Berlin der Linken heute ein Übereinkommen, in dem die Partei sich zum Ziel bekennt, die verhandelten Maßnahmen auch über die aktuell laufende Wahlperiode hinaus umzusetzen.

 

Anlässlich der Unterzeichnung dieser Entlastungsvereinbarung erklärt Kerstin Wolter, Landesvorsitzende der Linken Berlin: 

 "Die Linke unterstützt das Ziel, die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und Erzieher*innen an den Berliner Schulen und damit die Bildungsqualität zu verbessern. Hunderte Kolleg*innen kündigen jedes Jahr wegen Überlastung weit vor ihrer Rente oder Pension. Kein Wunder angesichts von mehr als 2 Millionen unbezahlten Überstunden, die die Berliner Lehrkräfte jährlich leisten. Wir müssen diesen Kolleg*innen ein Angebot machen, das sie in unserem Schulsystem hält. Vor diesem Hintergrund erkennen wir die Bemühungen der Entlastungsgespräche zwischen der GEW Berlin und der Bildungsverwaltung an. Die Ergebnisse können jedoch nur ein erster Schritt sein. 

Als Linke setzen wir uns für strukturelle Verbesserungen ein. Dazu gehört für uns weiterhin auch das Ziel kleinerer Klassen, für das die Berliner Pädagog*innen über Jahre hinweg immer und immer wieder gestreikt haben. Für die Umsetzung wollen wir einen Stufenplan entwickeln, der zunächst dort für Entlastung sorgt, wo die Herausforderungen am größten sind und schrittweise auf alle anderen Schulen ausgeweitet wird – gesetzlich abgesichert und mit entsprechenden Haushaltsmitteln unterlegt. Denn die aktuelle Bildungssenatorin hat sich bisher weder um verbindliche Rechtsansprüche noch um die Finanzierung gekümmert. Wir unterstützen zudem die gewerkschaftliche Forderung nach einer verbindlichen Arbeitszeiterfassung, verbunden mit Regelungen zum Abbau von Mehrarbeit. Darüber hinaus streben wir einen Paradigmenwechsel an: von Unterrichtsquantität zu Bildungsqualität. Das bedeutet, dass wir die Rahmenlehrpläne entrümpeln und gemeinsam mit den Schulgemeinschaften eine überlegte Priorisierung von Stundentafel und Unterrichtsinhalten vornehmen wollen, statt unkontrolliertem Ausfall oder Notnagel-Vertretungen. Und natürlich dürfen wir auch beim Thema Lehrkräftebildung nicht nachlassen, denn Berlin braucht jede einzelne neue Lehrkraft. Natürlich werden wir die Gespräche mit der GEW zusammen weiterführen.“ 

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