Silvester-Feuerwerk: Berliner Linke unterstützt linken Vorstoß im Bundestag

Die Linksfraktion im Bundestag bringt einen Antrag ein, mit dem Städte und Gemeinden mehr Spielraum zur Regulierung von Feuerwerk bekommen sollen. Professionelles Feuerwerk wäre weiter möglich. Dazu erklären

Maximilian Schirmer, Landesvorsitzender von Die Linke Berlin:

„Was für die einen Silvesterspaß ist, ist für viele Beschäftigte in den Notaufnahmen und bei der Feuerwehr jedes Jahr eine echte Belastungsprobe. Viele ältere Menschen, Familien mit Kleinkindern oder Menschen mit Haustieren wünschen sich schon lange eine bessere Regelung zum Gebrauch von Feuerwerk. Der Bund muss jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Länder selbst über die Regulierung entscheiden können. Es geht darum, die Menschen dieser Stadt zu schützen und denjenigen, die gerne privat Kleinfeuerwerk zünden wollen, eine klare Regelung an die Hand zu geben, wo sie das machen können. Statt einem Dschungel aus verschiedenen Bereichen und Zonen müssen die Leute endlich wissen, woran sie sind.“ 

 

Niklas Schrader, innenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus: 

„Viele Leute meiden an Silvester die Innenstadt und suchen das Weite, Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr kommen an die Belastungsgrenze – der Jahreswechsel ist leider nicht für alle Menschen ein Grund zum Feiern. Immer wieder sprengen sich Menschen Finger weg oder holen sich schlimme Verbrennungen. Es gibt bundesweit Hunderte Verletze und sogar Tote. Seit Jahren ist die Bilanz der Silvesternacht verheerend. Wenn Innensenatorin Spranger es ernst meint, dagegen vorzugehen, sollte sie ihre Parteifreunde, die im Bund regieren, in die Pflicht nehmen. Sie könnten dem Antrag der Fraktion Die Linke im Bundestag einfach zustimmen. Zudem haben CDU und SPD in Berlin mit ihrer Haushaltspolitik die wichtige Arbeit von Trägern der Jugendarbeit und Gewaltprävention nachhaltig beschädigt. Auch hier muss ein Kurswechsel her, denn so, wie es ist, kann es nicht weitergehen.“