Zum Hauptinhalt springen

Juliane Witt

Kandidatur für den Landesvorstand

Liebe Genoss*innen,

ich grüße Euch als Parteitagsdelegierte und begründe meine Motivation, mich bei Euch um Eure Stimme zu bewerben.

Welche Prinzipien sind vorab aus meiner Sicht unstrittig:

die Rolle der Linken als Friedenspartei und als international vernetzte Partei, der Kampf gegen Rassismus und Hilfe für Menschen in Not. Letzteres bedeutet für mich, dass wir uns klar an der Seite aller Bewegungen gegen eine Ausgrenzung migrantischer Menschen einsetzen, dass wir hier in Berlin eine offene Teilhabe, Respekt und Miteinander verteidigen.

Was erscheint mir aktuell als Arbeitsfelder und Themen geboten, wofür möchte ich mich persönlich im Landesvorstand mit Euch einsetzen:

1. Wir bringen den Schwung von Tik Tok zu Tatkraft in den Alltag der Menschen Wir sind als Linke keine Partei der Selbstgewissheit und auch keine der Selbstgerechten. Ganz im Gegenteil. Selbstzweifel und Selbstkritik sind in der DNA der Linken eingeschrieben. Die Sorge, ob wir, unsere Genossinnen und Genossen, genug und das Richtige tun, um den Rechtsruck in der Welt, in Berlin zu verhindern, ist prägend. Das treibt uns voran, lässt uns oft ungeduldig gegenüber uns selbst werden und manchmal auch ungerecht gegenüber denen, die das Leistbare umsetzen.

Im Wahlkampf im Januar 2025 war aber alles anders. Wir haben es aber geschafft, solidarisch miteinander, klar auf ein Ziel fokussiert und mit allen Mitteln und auf allen Ebenen klar zu machen, dass wir für unsere Linke im Bundestag kämpfen. Der Kampf war erfolgreich, das Erreichte hat unsere Erwartungen übertroffen. Vielen gebührt Dank, alle waren beteiligt. Meine ganze Familie, die Nachbarn, die Oberstufenschüler haben die Linke gewählt, sie unterstützt, in der Kälte Brote bestrichen und in den sozialen Medien Positionen geteilt und geworben.

Jetzt geht es darum, den Schwung, die Euphorie, die Begeisterung über Videos und den Respekt der Medienanstalten, die Hoffnung der neuen Mitglieder und die Erwartungen unserer Bündnispartner in einen substantiellen Alltag zu überführen. Der Vorstand wird hier organisieren, moderieren müssen, damit wir in allen Bezirken präsent sein können, vor Ort erkennbare Formate entwickeln, nicht nur hinter dem Stand, sondern mittendrin sichtbar, digital und anfassbar - das über den Sommer und Winter als Schwung für den Wahlkampf 2026.

2. Wir geben Halt und Orientierung für die Menschen, die auf uns bauen und schaffen neue Netzwerke Wir sind froh, überrascht, dankbar über das gute Ergebnis, aber müssen uns auch den Erwartungen stellen, wie wir wirklich als Adressaten der Hoffnung vieler Menschen uns in der Hauptstadt aufstellen.

Sie erwarten von uns Halt, Orientierung, klare Kante gegen Rechts und vor allem logistische Unterstützung für Bündnisse gegen Rassismus, für eine aktivierende Gesellschaft und Nachbarschaft.

Sie erwarten eine solidarische Linke in den Stadtteilen, die präsent ist, die persönlich ansprechbar ist, die Initiativen auch logistisch unterstützt und medial präsent ist.

Wichtig ist jede der drei Ebenen: eine Linke, die den Menschen an den Haustüren zuhört, die in den Beratungen Probleme aufnimmt und selbst unkompliziert unterstützt, die aber auch weiterhin den politischen Auftrag wahrnimmt, politischen Druck zu machen. Wir brauchen vielfältige Ebenen, Rollen, wo wir Hilfe leisten - ich bin sehr froh, dass wir auch aus dem Sozialämter heraus mit dem Härtefallfonds Hilfe anbieten können, Eure Projekte bei und in der Aktion „Die Linke hilft“ unterstützen können. Diese Aktionen verzahnen, besser bekannt machen, Ermutigung geben, dafür muss die Linke sich noch besser aufstellen. Das heisst auch: rein in die Vereine, Unterstützung für Bündnisse, Strukturen finanzieren und Hilfenetzwerke organisieren.

3. Wir organisieren den Widerstand gegen Sozialabbau Die aktuellen Ansagen der neuen Regierung sind deutlich: unter der CDU und Merz ist ein Abbau angedacht von vielem, was uns nicht als ausreichend erscheint, was nun aber völlig zur Disposition steht. Ob im Bund, im Land Berlin - es geht ihnen nicht um ausreichende Versorgung, Infrastruktur, Finanzierung der in der sozialen Arbeit tätigen Menschen. Dem muss sich die Linke, dem müssen wir uns mit aller Kraft und in allen Rollen entgegen stellen. Die Stigmatisierung der Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Hauptlinie, die mich besonders umtreibt, die immer wieder migrantische Menschen zur Zielscheibe macht. Die Linke steht für eine Gesellschaft, die migrantischen Menschen mit Respekt begegnet, die Chancen eröffnet auch innerhalb der Partei, innerhalb der Vereine und der Berliner Verwaltung.

Wer bin ich

Mein Name ist Juliane Witt, ich bin seit 2001 für die Linke engagiert, seit 2010 als Mitglied innerhalb der Linken Marzahn-Hellersdorf aktiv und habe in mehreren Rollen, in Vereinen, Aktionsbündnissen, dem Landesbeteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche, politische Erfahrungen sammeln können. Ich weiß um Erwartungen und Enttäuschung, wenn etwas nicht gelingt, aber auch um die Kraft einer gemeinsamen, solidarischen Gruppe, da wir wie viele innerhalb der der letzten Jahre mehrere Wahlkämpfe geführt haben. Mein Studium habe ich als Diplomkulturwissenschaftlerin abgeschlossen, nach der Wende gearbeitet in Arbeitsmarktprojekten, im Jugendsenat, als Vorsitzende der Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe.

Derzeit bin ich als gewählte Stadträtin für die Bereiche Soziales und Bürgerdienste tätig.

 

Juliane Witt, geb. 1962 in Dresden

www.julianewitt.com<http://www.julianewitt.com><http://www.julianewitt.com>

Mitglied in mehreren Vereinen und Arbeitsgruppen, Netzpolitik, Kultur, Kommunalpolitik Aktuell aktiv:

- Mitglied des Bezirksvorstands Marzahn-Hellersdorf

- Vorsitzende des „Kommunalpolitischen Forums Berlin e.V.“

- Mitglied der AG Senioren

Der Bezirksvorstand und die Gremien unterstützen die Kandidatur.

Zurück zum Kopf der Seite