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8. Mai zum Tag des aktiven Erinnerns machen!

Zum 8. Mai 2015 erklären DGB Berlin Brandenburg, SPD Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin und DIE LINKE. Berlin gemeinsam

Zum 8. Mai 2015 erklären DGB Berlin Brandenburg, SPD Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin und DIE LINKE. Berlin gemeinsam:

Der 8. Mai steht für das Ende von Faschismus, Krieg und des in der Geschichte beispiellosen industriellen Massenmordes an den europäischen Juden. Der 8. Mai beendete die todbringenden Überfälle auf unsere Nachbarn. Mit dem Krieg endete die Nazi-Verfolgung der Sinti und Roma, Homosexueller, so genannter Asozialer, von Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftern und von Menschen, die aus ihrem Glauben oder aus persönlicher Überzeugung Widerstand gegen das Naziregime leisteten. Für die Überlebenden in ganz Europa, für Deutschland und natürlich auch für Berlin war es ein Tag der Befreiung.

Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg auch in Berlin ein offizieller Gedenktag wird. Gerade Berlin als Hauptstadt mit all ihren Gedenkstätten und Mahnmalen sollte den 8. Mai als Tag des aktiven Erinnerns begehen.

Der 8. Mai ist Mahnung und Verpflichtung zugleich: Das aktive Erinnern an Krieg, Vernichtung und das konkrete Leid ist eine Grundlage unserer Demokratie. Es wird in dem Maß dringlicher, in dem es immer weniger lebende Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt. Rechtsextremistischer Ideologie und Gewalt muss auf allen Ebenen und mit allen Mitteln unseres demokratischen Rechtsstaates entgegen getreten werden.

Der 8. Mai verpflichtet uns, international für verständigende Politik, für friedliche Lösungen, für Freiheitsrechte, den Schutz der Menschenrechte und für Gerechtigkeit einzutreten. Angriffskrieg und Terrorismus müssen international geächtet werden. Aktuell ist es in Deutschland das Gebot der Stunde, das Recht auf Asyl und unsere auf Demokratie, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit aufbauende offene Gesellschaft gegen die Angriffe von Rechtspopulisten und Neonazis zu verteidigen. Sie versuchen mittels plumper Stimmungsmache und Hasspropaganda, Ressentiments gegenüber den nach Berlin geflüchteten Menschen zu schüren. Wir fordern alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich Naziaufmärschen konsequent entgegenzustellen – am 8. Mai wie an jedem anderen Tag.

Wir sind stolz darauf, wie viele Berlinerinnen und Berliner den Menschen helfen, die bei uns Asyl und Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen: ob durch Sprachunterricht, gemeinsame Unternehmungen, Begleitung bei Behördengängen, durch Spenden oder durch Unterstützung gegen Rechtsextreme und Neonazis. Wir bitten die Berlinerinnen und Berliner, weiterhin so engagiert Weltoffenheit und Solidarität zu leben.

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