Elif Eralp zum Stromausfall im Berliner Südwesten
Der Stromausfall im Berliner Südwesten trifft vor allem arme, alte und kranke Menschen, die sich nicht einfach ein warmes Plätzchen leisten können. Dazu erklärt Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Berliner Linken zur Abgeordentenhauswahl im September 2026:
„Eine solche Tat ist durch nichts zu rechtfertigen. Ich verurteile diesen Anschlag auf die Stromversorgung und damit auch auf die Sicherheit tausender Nachbarinnen und Nachbarn im Südwesten Berlins aufs Schärfste. Wer Menschen mitten im Winter derart in Gefahr bringt, handelt einfach nur kriminell.
Die Katastrophe trifft vor allem arme, alte und kranke Menschen, die sich nicht einfach ein warmes Plätzchen leisten können
Es sind jetzt auch im Besonderen ältere und erkrankte, oft in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. Menschen ohne Verwandtschaft und auch oftmals mit wenig Geld finden nur schwer eine gute Möglichkeit im Warmen unterzukommen.
Solidaritätsfonds für betroffene MenschenDass Wegner nun endlich reagiert und die Übernahme der Hotelkosten in Aussicht stellt, ist ein richtiger erster Schritt, aber längst nicht ausreichend. Ich fordere den Senat auf, den Betroffenen des Stromausfalls schnell und unbürokratisch zu helfen. Für viele entstehen derzeit hohe Zusatzkosten. Deshalb schlage ich vor, betroffenen Haushalten bis zu 250 Euro der entstandenen Kosten zu erstatten. Dieses Unglück hätte jede und jeden von uns treffen können. Viele Berlinerinnen und Berliner zeigen große Solidarität. Diese Solidarität sollte unterstützt werden.
Dass überhaupt ältere und zum Teil pflegebedürftige Menschen in Turnhallen untergebracht wurden, ist ein Skandal. Die von mir bereits gestern geforderte und nunmehr verkündete Übernahme von Hotelkosten durch den Senat war mehr als überfällig.
Bessere Vorbereitung auf KatastrophenfallDie Berliner Politik muss für solche Szenarien strategisch vorbereitet sein. Katastrophenschutz ist auch eine Frage sozialer Sicherheit. Wer arm, alt oder krank ist oder allein lebt, kann nicht einfach ausweichen. Viele Menschen erleben diese Tage mit großer Ungewissheit und Angst, haben kein funktionierendes Internet, Radio oder TV. Es fehlt an Strukturen des Kümmerns und Informierens. Eine Stadt darf ihre Menschen nicht im Stich lassen. Niemand darf im Ernstfall im Kalten und Dunklen sitzen bleiben.
Wir danken allen Mitarbeitenden von Behörden, Hilfseinrichtungen und ehrenamtlichen für ihre Unterstützung.
Auch wir haben über unsere Kanäle alle Berliner Linken-Mitglieder dazu aufgerufen vor Ort zu unterstützen und unser Büro vor Ort für Betroffene, zum Wärmetanken und für Stromversorgung und mehr geöffnet. Wir werden heute im Rahmen einer Haustür-Aktion in Zehlendorf auch nach Bedarfen fragen.
Es ist vor allem Aufgabe des Senats jetzt die nötige Unterstützung sicherzustellen, aber alle die können, sollten natürlich ihren Beitrag leisten.“
