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Gegen den Marsch der »Lebensschützer«

DIE LINKE.Berlin unterstützt die morgen stattfindenden Kundgebungen für Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland

DIE LINKE. Berlin unterstützt die morgen stattfindenden Kundgebungen für Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland. Diese richten sich gegen den geplanten Aufmarsch radikaler Abtreibungsgegnerinnen und –gegner unter dem scheinheiligen Motto »Marsch für das Leben«.

Dazu erklären die stellvertretenden Landesvorsitzenden der Partei DIE LINKE.Berlin Katrin Lompscher und Katrin Möller:

Für viele Frauen sind die Zeiten noch nicht lange vorbei, in denen sie gezwungen waren, ihre Würde, ihr Gesundheit und nicht selten gar ihr Leben zu riskieren, wenn sie das Recht über ihren eigenen Körper beanspruchten. Vor 20 Jahren wurde nach heftigen Debatten eine Neufassung der gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch im wiedervereinigten Deutschlands durch den Bundestag verabschiedet. Ein Kompromiss, der für die Frauen aus den alten Bundesländern ein Fortschritt, für die Frauen aus den neuen Bundesländern dagegen Einschränkungen gegenüber der in der DDR seit den 70er Jahren gültigen Fristenregelung bedeutete. Doch immerhin: das Entscheidungsrecht der Frau über einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate und damit ihr Selbstbestimmungsrecht konnte bewahrt bzw. erstmals erkämpft werden.

DIE LINKE. Berlin wird sich allen Bestrebungen das Rad der Geschichte zurückzudrehen und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Paaren wieder einzuschränken entgegen stellen. Wir wenden uns gegen jegliche Versuche, Menschen, die ihr Rechte auf eine selbstbestimmte Sexualität, Lebens- und Familienplanung wahrnehmen oder dies unterstützen, verbal oder tätlich einzuschüchtern oder im Namen einen verlogenen Moral unter Druck zu setzen.

Samstag, 22.September 2012

  • Kundgebung für Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland
    13.30 Uhr, Platz des 18. März (Brandenburger Tor)
  • Bündnis »Marsch für das Leben? What the fuck! – Gegen Antisemitismus, Sexismus und Homophobie!«
    12.30 Uhr Otto-Bismarck-Allee, Ecke Willy-Brandt-Straße

Kontakt

Direkt in Charlottenburg-Wilmersdorf <br /> Wahlkreis 04&thinsp;04
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