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Keine GEMAinheiten

Solidarisch mit der Club- und Musikszene Berlins

Solidarisch mit der Club- und Musikszene Berlins

Zu den für kommenden Montag angekündigten Protesten gegen die »Tarifreform« der GEMA erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin, Klaus Lederer:

Schon seit längerem hat die Berliner Club- und Musikszene mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen: Verdrängung aus angestammten Standorten, Lärmklagen von ruheliebenden Anwohnern, Polizeikontrollen. Die angestrebte Tarifreform der GEMA setzt dem Ganzen nun die Krone auf. Die Verfünf-, Zehn- oder Fünfzehnfachung der bisherigen Tarife von einem Tag auf den anderen ist weltfremd und droht zum endgültigen Sargnagel für viele Einrichtungen zu werden, die diese Summen nicht so ohne Weiteres an ihre Gäste weitergeben können. Es wäre auch das Ende vieler, oftmals mit viel ehrenamtlichen Engagement organisierter Konzerte, Feste und Veranstaltungen.

Der Umstand, dass sich nicht nur die Club- und Diskothekenbetreibenden, sondern auch viele Künstlerinnen und Künstler gegen das Vorhaben der GEMA empören, macht deutlich, dass nicht die Angst vor dem Verlust eigener Gewinne der Antrieb zum Protest ist. Vielmehr speist sich dieser aus der Intransparenz eines Abrechnungssystems, das im Unklaren lässt, ob die erhobenen Gebühren am Ende auch bei den Künstlerinnen und Künstlern ankommen, denen sie zustehen. Ich begrüße daher die Bereitschaft der Veranstalter, zu einer besseren Vergütung der Künstlerinnen und Künstler beizutragen, und unterstütze zugleich ihre Forderung nach einem fairen und transparenten Abrechnungssystem.

Die vielfältige Musik- und Clubszene der Stadt hat Berlins Ruf als offene, tolerante und lebendige Metropole in der Welt entscheidend mitbegründet. Sie bildet für viele Menschen hier zugleich eine Lebensgrundlage. Deshalb ist und kann es uns nicht egal sein, wenn sie sich in ihrer Existenzgrundlage bedroht sehen. Aus diesem Grunde unterstütze ich aktiv den Aufruf und die Forderungen des Bündnisses »FAIRplay – Gemeinsam gegen GEMAinheiten« und freue mich über die Einladung auf dessen Kundgebung zu sprechen: Montag: 25. Juni, 18 Uhr, Schönhauser Allee/ Kulturbrauerei.

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