Stöß redet Stuss
SPD will den Mauerpark und das Tempelhofer Feld bebauen
SPD will den Mauerpark und das Tempelhofer Feld bebauen.
In einem Interview in der Berliner Zeitung (Nr. 64 16./17.03.13) hat sich der Landesvorsitzende der Berliner SPD für eine Bebauung des Mauerparks und des Tempelhofer Feldes ausgesprochen und fragwürdige Thesen über die Lösung des sozialen Wohnungsproblems verbreitet. Dazu erklären der Vorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin Klaus Lederer und der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Linksfraktion Pankow Michail Nelken:
Mit bekanntem sozialdemokratischen Basta-Gestus meint Jan Stöß, es sei lange genug über das Wohnungsproblem in Berlin geredet worden, jetzt müssten »wir« Wohnungen bauen. Flächen für den Geschosswohnungsbau seien genug da, etwa das Tempelhofer Feld oder der Mauerpark oder in Lichterfeld-Süd. Stöß macht sich nicht die Mühe zu begründen, warum der Bebauung gegenüber der für eine lebenswerte Stadt bedeutsamen Grünnutzung der Vorrang zu geben sei und wie mit dem hochpreisigen Wohnungsbau à la Klaus Groth das soziale Wohnungsproblem in der Stadt gelöst werden solle.
Jan Stöß disqualifiziert die Berliner SPD, wenn er meint, mit 10 Millionen Euro Zinssubventionen dem sozialen Wohnungsproblem begegnen und den sozialen Wohnungsbau ankurbeln zu können. Solange »Experten« wie Jan Stöß den Ton in der SPD-Wohnungspolitik angeben, bleibt der Wohnungsneubau Teil des sozialen Wohnungsproblems, statt zu dessen Lösung beizutragen.
Im Gegenteil, diese Politik raubt einer sozialen Wohnungsbaustrategie die Handlungsspielräume. Stöß und Genossen betreiben Landnahme für die renditesüchtige Immobilienwirtschaft im Mauerpark, auf dem Tempelhofer Feld oder auch in Lichterfelde-Süd. Die Berliner LINKE wird den Widerspruch und den Widerstand gegen diese stadtzerstörerische Verwertung von Frei- und Grünflächen aktiv unterstützen.


