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Überfall auf die Sowjetunion war ein geplantes Kriegsverbrechen

Deutschland muss sich seiner Verantwortung endlich stellen

Deutschland muss sich seiner Verantwortung endlich stellen!

Anlässlich des 75. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion durch die faschistische Wehrmacht erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin, Klaus Lederer:

Heute, vor 75 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel die faschistische Wehrmacht die Sowjetunion. Wie kein anderer Krieg je zuvor war dieser systematisch auf die totale Vernichtung der Bevölkerung ausgerichtet. 27 Millionen Menschen aus der Sowjetunion, zwei Drittel davon Zivilisten, darunter Alte, Frauen und Kinder wurden ermordet, starben an Hunger oder erfroren. Der faschistische Terror zerstörte Leben sowie wirtschaftliche und kulturelle Lebensgrundlagen. Dieser Krieg war ein von Anfang an geplantes, ideologisch und rassistisch motiviertes Kriegsverbrechen.

Über Jahrzehnte hinweg bis heute haben alle Regierungen der Bundesrepublik Deutschland sich gescheut, das klar auszusprechen. Auch der diesjährige 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion findet allenfalls pflichtgemäße Beachtung. Dabei wäre gerade jetzt, angesichts wachsender Spannungen, zunehmender Dämonisierungen und aggressiver Gesten ein guter Zeitpunkt sich zur Verantwortung Deutschlands für diese Verbrechen zu bekennen. Bis heute gibt es kein deutsches Denkmal um den Opfern dieses barbarischen Krieges zu gedenken. Es wäre an der Zeit das zu ändern.

Wenn wir heute der Millionen Opfer gedenken, dann gilt es, den Schwur: »Nie wieder Krieg!« ernst zu nehmen und aus den Schrecken und der Brutalität des Krieges endlich die richtigen, friedlichen, Schlüsse zu ziehen – für eine Politik der Vernunft, statt der Konfrontation. Ein würdiges und die eigene Verantwortung vollumfänglich annehmendes Gedenken könnte dafür ein guter Anfang sein.

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