Solidaritätserklärung mit den gewerkschaftlich Aktiven bei Tesla in Grünheide
Die Landesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft Berlin der Partei DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit dem von Repressionen betroffenen Kollegen der IG-Metall und allen kritischen gewerkschaftlich Aktiven im Tesla-Werk Grünheide.
Die uns bekannt gewordenen Vorgänge im Vorfeld der Betriebsratswahlen erfüllen uns mit großer Sorge. Wenn unbelegte Vorwürfe öffentlich als Tatsachen dargestellt, gewerkschaftliche Vertreter unter Generalverdacht gestellt und staatliche Ermittlungsbehörden inmitten eines laufenden Wahlkampfes eingeschaltet werden, entsteht der Eindruck einer gezielten Einschüchterungsstrategie. Ein solches Vorgehen untergräbt nicht nur das Vertrauen in faire und demokratische Betriebsratswahlen, sondern beschädigt auch die betriebliche Mitbestimmung insgesamt. Gewerkschaftsvertreter müssen frei ihrer Arbeit nachgehen können. Wer versucht, kritische und engagierte Kolleginnen und Kollegen durch fingierte Vorwürfe und öffentliche Vorverurteilung zu diskreditieren, stellt sich gegen demokratische Prinzipien.
Wir erwarten von der Werkleitung, jede Form der Einflussnahme auf die Betriebsratswahl zu unterlassen und die Rechte der Beschäftigten sowie ihrer gewählten und kandidierenden Vertreterinnen und Vertreter uneingeschränkt zu respektieren. Einschüchterung, Rufschädigung und die Produktion von Skandalen haben in einem demokratischen Betrieb nichts zu suchen.
Den Kolleginnen und Kollegen bei Tesla in Grünheide sagen wir: Ihr seid nicht allein. Wir stehen an Eurer Seite im Einsatz für faire Arbeitsbedingungen, Respekt und echte Mitbestimmung. Solidarität ist unsere Stärke – im Betrieb wie in der Gesellschaft.
Niemals allein, immer gemeinsam!
LAG Betrieb & Gewerkschaft Berlin
Partei DIE LINKE
