LAG Shalom
Selbstverständnis
Weil links. Gegen jeden Antisemitismus.
Weil wir links sind: Gegen jeden Antisemitismus.
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Shalom ist ein Zusammenschluss aus Parteimitgliedern sowie parteilosen Sympathisant*innen innerhalb der Partei Die Linke in Berlin. Wir engagieren uns gemeinsam gegen Antisemitismus aus allen Weltanschauungen in all seinen offenen und codierten Erscheinungsformen. Wir möchten die sichere und selbstverständliche gesellschaftliche Teilhabe sowie vielfältige jüdische Selbstbestimmung stützen. Wir stehen für eine Welt, in der alle Jüdinnen*Juden angstfrei leben können.
Unsere LAG ist offen für alle, die dieses Anliegen teilen und mit uns gemeinsam antifaschistische, emanzipatorische und geschichtsbewusste Verständigungsarbeit leisten wollen - innerparteilich und gesamtgesellschaftlich.
Zusammen mit den anderen LAGs Shalom / Gegen jeden Antisemitismus bilden wir die BAG Shalom.
Als Linke sind unsere hauptsächlichen Perspektiven dabei:
- Wir sehen Engagement gegen Antisemitismus als Verantwortung der nicht-jüdischen (Mehrheits-)Gesellschaft und handeln dabei in engem Austausch mit Jüdinnen*Juden.
- Wir benennen Antisemitismus in den eigenen linken Reihen, widersprechen und arbeiten konstruktiv dagegen.
- Wir setzen uns gegen Antizionismus sowie für die Solidarität mit Israel als Schutzraum für Jüdinnen*Juden politisch ein.
- Wir rücken ins Zentrum, dass Antisemitismus eine Kernideologie rechter Weltanschauung ist. Jeder ernsthafte Kampf gegen die extreme Rechte ist auch ein Kampf gegen Antisemitismus.
- Wir stehen für eine queere und feministische Intersektionalität, die Antisemitismus als eigenständige Ideologie der Ungleichwertigkeit sichtbar macht – Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus verstehen wir nicht als Konkurrenzverhältnis. Wir stellen uns gegen jede Form von Abwertung von Menschen.
Konkret möchten wir uns politischer und historischer Bildung, Aufklärung und Debatten über alle Erscheinungsformen von Antisemitismus widmen - insbesondere innerhalb der Linkspartei und in ihrem Umfeld - sowie sachkompetente Ansprechpartner*innen sein.
Wir möchten insbesondere denjenigen Genoss*innen beratend und unterstützend zur Seite stehen, die sich mit antisemitischen Anfeindungen konfrontiert sehen - aber auch denjenigen, die sich über Antisemitismus und Antizionismus informieren möchten.
Wir engagieren uns dafür, das Vertrauen von Jüdinnen*Juden und antisemitismuskritischen nicht-jüdischen Menschen zu uns aufbauen und in einen solidarischen Austausch mit jüdischen und israelischen Organisationen treten zu können.
News
Die Vorsitzenden der Berliner Linken haben mit der "Berliner Erklärung zum Start der Sondierungen" vom 8.10.26 Richtiges für unsere Partei und für das Bündnis mit Grünen und SPD verhandelt: Die Erklärung beschreibt durchgängig progressive, linke Positionen gegen Antisemitismus, für das Zusammenleben in Berlin und gegen Antizionismus und… Weiterlesen
Anmerkungen zu einem aktuellen Beschluss unseres Bundesvorstands Am 13. September verabschiedete unser Parteivorstand den Beschluss „Antirassismus ist keine Identitätspolitik – Für eine verbindliche antirassistische Praxis nach innen und nach außen“. Darin heißt es: Weiterlesen
In den vergangenen Tagen wurde viel über den vermeintlichen oder tatsächlichen Antisemitismus in unserer Partei geschrieben. Teile der Berichterstattung trugen hierbei Züge einer Hetzkampagne, die auch rassistische Untertöne aufwies - insbesondere dann, wenn es um Ferat Koçak und den Neuköllner Bezirksverband ging. Obwohl auch wir regelmäßig auf… Weiterlesen
Die Linke hat bei den Abgeordnetenhauswahlen ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Wir gratulieren unserem Landesverband sehr herzlich und danken den vielen Genoss*innen, die durch ihr außergewöhnliches Engagement dieses sensationelle Resultat erst ermöglicht haben - sei es an Infoständen, bei Haustürgesprächen oder der Organisation des Wahlkampfes.… Weiterlesen
Was der erneute Eklat von Neukölln über unseren Landesverband aussagt Ein weiteres Mal macht unsere Partei mit antisemitischen Ausfällen von sich reden, und wie gewohnt steht der Bezirksverband Neukölln im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auf einer Wahlkampfveranstaltung präsentierte der Rapper Dahabflex jüngst seinen Song „Stop the Genocide“, in dem… Weiterlesen