Gaza ist nicht Auschwitz! Wir dulden keine Relativierung des Holocaust!
Die Berliner LAG Palästinasolidarität hat auf ihrer Instagram-Seite ein Reel der "Global Sumud Flotilla" geteilt, in dem zunächst Aufnahmen der Befreiung des Stammlagers Auschwitz durch die Sowjetarmee und danach Bilder des Kriegs in Gaza gezeigt werden. Das Reel schließt mit Szenen von Straßenprotesten mit palästinensischen Flaggen und der Aufforderung, sich "der Bewegung" anzuschließen.
Die Reihung der Aufnahmen suggeriert, die systematische und durch die Nationalsozialisten selbst um den Preis ihres eigenen Untergangs mit äußerster Konsequenz verfolgte Vernichtung des europäischen Judentums "wiederhole" sich nun in Form eines vermeintlichen Genozids der israelischen Armee an den Palästinenser*innen. Diese Unterstellung ist infam, geschichtsvergessen und einer aufgeklärten Linken nicht würdig.
Im jüngst veröffentlichten 5-Punkte-Plan "Jüdisches Leben in Berlin stärken und schützen" unseres Landesverbands heißt es unmissverständlich:
“Antisemitische Verschwörungserzählungen, Holocaust-Relativierungen, Forderungen nach einem geschichtlichen Schlussstrich oder die Kollektivhaftung jüdischer Menschen für die Politik der israelischen Regierung: All das ist mittlerweile sehr verbreitet und dem müssen wir uns gemeinsam entschieden entgegenstellen.”
Wir fordern unseren Landesverband in diesem Sinne dazu auf, endlich gemeinsam klare Grenzen zu setzen und der unter dem Deckmantel einer vorgeblichen Palästinasolidarität betriebenen Relativierung und Instrumentalisierung des Holocaust nachdrücklich zu widersprechen. Wer Auschwitz mit Gaza gleichsetzt, schadet sowohl Jüdinnen*Juden als auch Palästinenser*innen und verrät alles, was Emanzipation bedeuten könnte.
